A Travellerspoint blog

New England Stories (Hiking, Drinking, Laughing)

Lamoine State Park - Acadia National Park - Bangor - Rangely State Park, all in Maine - White Mountains National Forest, New Hampshire - Morrisville - Stowe, all in Vermont - Green Lakes State Park, New York, UNITED STATES OF AMERICA

sunny 28 °C
View Map: No U turn on NoUturners's travel map.

Ja, paranoid sind sie sogar am sehr kleinen und schwach frequentierten Grenzposten zwischen New Brunswick und Maine unsere amerikanischen Freunde. Schliesslich lauern die Feinde ja ueberall. Aber der Grenzbeamte blieb zumindest freundlich und liess uns nach ein paar laestigen Fragen ueber unsere fuer ihn recht chaotisch wirkende Zick-Zack-Reiseroute durch Nordamerika schliesslich doch ohne Leibesvisite passieren, notierte sich allerdings sicherheitshalber das Nummerntaferl. Na ja.

Immer noch erlebten wir wunderschoenes Hochdruckwetter mit angenehmen Temperaturen um die 30 Grad. Die Bundesstrasse 1 der Kueste entlang war daher ganz besonders traumhaft. Nur die an jedem Strommast haengenden amerikanischen Fahnen wirkten etwas zu uebertrieben - der vierte Juli war ja doch schon ein Zeiterl her.

SAM_0330.jpg
SAM_0334.jpg

Mit viel Glueck, der spaete Nachmittag gab dem fruehen Abend gerade die Klinke in die Hand, sind wir fuer zwei Naechte gerade noch im Lamoine State Park untergekommen, einer der im Sommer heissbegehrten State Parks an der Kueste Maines. Dass wir fuer die zweite Nacht aus organisatorischen Gruenden den Stellplatz wechseln mussten, war fuer uns kein Problem (schliesslich war unser Zelt mittlerweile schneller auf- und abgebaut als Lucky Luke seinen Colt ziehen kann). Und auch hier war alles aeusserst grosszuegig und vor allem mitten in der Natur angelegt - kein Vergleich zu den kommerziellen Campgrounds, welche wir jedoch ohnehin nur in Notfällen in Anspruch genommen haben. Ein kurzer Spaziergang an der wunderschoenen Kueste war Lohn fuer die lange Autofahrt und ein Mitgrund fuer die gute Laune.

SAM_0370.jpg
SAM_0355.jpg
SAM_0360.jpg
SAM_0364.jpg
SAM_0354.jpg
SAM_0336.jpg

Am Folgetag sind wir in einen der populaersten Nationalparks in den ganzen USA gefahren, der Acadia Nationalpark. Leute, es war die Hoelle los. Es war Wochenende, es war heiss und ganz Maine und die halbe Ostkueste waren hier vertreten. Die riesigen Campingspots im Nationalpark waren seit Monaten ausgebucht. Gut, dass wir bereits im erwaehnten, viel kleineren State Park, quasi nebenan, untergekommen waren. Aber es gab auch zwei sehr gute Nachrichten. Erstens war just an diesem Wochenende der Nationalpark-Eintritt gratis und zweitens waren die 120 Meilen Wanderwege so gut wie ausgestorben. Der typische Ami faehrt halt gluecklicherweise ueberall mit dem Auto hin. Bewegung? Nein, Danke!

Also, nur was fuer die Harten! Zwei kleinere aber steile Berge (oder auch größere Huegeln - wie ihr wollt) haben wir bestiegen (Mount Dorr und Mount Cadillac), dabei knappe 1000 Hoehenmeter und 10 Kilometer Weg zurueckgelegt. Und das Beste? Was wohl, der Ausblick! Eindruecke von einer traumhaft schoenen Wanderung durch einsame Waldstuecke voll mit wundervollen Ausblicken auf die Kueste.

SAM_0406.jpg
SAM_0374.jpg
SAM_0375.jpg
SAM_0404.jpg
SAM_0401.jpg
SAM_0410.jpg

Schweren Anstiege...

SAM_0385.jpg
SAM_0383.jpg

...und schwer verdiente Pausen zwischendurch:

SAM_0381.jpg
SAM_0393.jpg
SAM_0408.jpg
SAM_0380.jpg

Das Auffuellen mit isotonischem Kraftstoff abends zurueck beim Zelt widmen wir meinem Schwiegerbruder und auch dem Herrn Mattes (Heineken - Fuck this shit!):

SAM_0414.jpg
SAM_0416.jpg
SAM_0417.jpg

Am naechsten Morgen, ein wunderschoener Sonntag erhellte unsere Gemueter, fuhren wir nach Bangor. Die Stadt war wie ausgestorben, ein Café und zwei Pubs waren geoeffnet. Ausserdem: Ein mysterioeser Feuerwehreinsatz, viele Polizeipatrouillen. Ein bisserl unheimlich, fast so wie in einem Roman von Stephen King (der Held meiner jugendlichen Horror-Phase!), der ja in Maine geboren wurde und ausserhalb Bangors auch ein Haus hat. Aber die Stadt hat Charme und hat uns zumindest waehrend der drei Stunden unserer Anwesenheit sehr gut gefallen.

SAM_0421.jpg
SAM_0422.jpg
SAM_0425.jpg
SAM_0427.jpg
SAM_0435.jpg
SAM_0420.jpg
SAM_0423.jpg

Abends sind wir im Rangely State Park gelandet. Ncht mehr als ein Uebernachtungsstopp fuer unsere Fahrt in die prachtvollen White Mountains im Bundesstaat New Hampshire. Nur diese mussten wir uns erst verdienen, denn nun setzten das erste Mal auf unserer Reise auch in den USA heftige Regenfaelle ein. Naechtens wiederum - das Abendessen war uns somit auch diesmal bei Trockenheit gegoennt. Margit fuehlte sich sogar dazu berufen, Feuer zu machen.

SAM_0437.jpg
SAM_0439.jpg
SAM_0441.jpg

Gegen 2 Uhr frueh waschelte es schliesslich heftigst auf unser Zelt nieder. Aber abgesehen davon, dass wir aufgrund des Laerms nicht wirklich schlafen konnten, ist auch dieser Niederschlag schadlos am Zelt und auch an uns voruebergegangen. Die Weiterfahrt am naechsten Morgen in westlicher Richtung war allerdings komplett vernebelt. Unser Abenteuer in den White Mountains war in Gefahr.

SAM_0447.jpg
SAM_0450.jpg
SAM_0453.jpg

Doch es klarrte auf und je weiter wir in den Westen kamen desto intensiver wurde das Blau des Himmels ueber uns. Wir wollten eigentlich auf einem Campingplatz im "White Mountains National Forest" uebernachten, aber nach Ruecksprache mit dem zustaendigen Ranger haben wir uns dagegen entschieden. Also eigentlich war ich als verantwortlicher Koch in diesem Entscheidungsprozess federfuehrend (Margit hat sich verstaendnisvoll gefuegt). Warum? Dieser National Forest leidet derzeit an einem schweren Baerenproblem (offizielle Aushaenge sprechen dramatisch von "Bear Alert!"), ganz besonders die Campingplaetze haben sogar untertags sehr intensiven Baerenbesuch. Und diese Tiere sind hier so ganz und gar nicht mehr scheu und kaum zu vertreiben. Die beste Moeglichkeit, eine Konfrontation zu vermeiden ist, alles Essen gut im Kofferraum zu verstauen. Auf meine Frage was ich denn tun solle, wenn ein Baer just dann hinter mir auftaucht, wenn ich gerade koche, meinte der Ranger, ich solle alles rasch ins Auto verstauen und mich selbst ebenso schnellstens dahin begeben. Eine eher stressige Vorstellung, wenn der Zwiebel grad frisch anbruzzelt und alle Zutaten frisch angeschnitten auf dem Tisch verteilt sind.

SAM_0459.jpg
SAM_0467.jpg

Wieder muessen wir euch also enttaeuschen, ganz besonders meine ohnehin nur sehr spaerlich vorhandene Verwegenheit laesst stark nach - an Margit waere das Baerenabenteuer nicht gescheitert. Aber wir haben einen sensationellen Campingplatz nur ein paar Meilen entfernt gefunden. Sehr guenstig, eine grosse Wiese nur fuer uns und weit und breit keine Baeren (obwohl - sicher wissen konnte man es auch hier nicht). Aber dafuer gab es Unmengen an durchaus frechen Streifenhoernchen.

SAM_0454.jpg
SAM_0540.jpg
SAM_0544.jpg
SAM_0538.jpg

Der komplette naechste Tag war fuer eine Wanderung in den oben bereits mehrfach erwaehnten White Mountains reserviert. Trotz Baeren - aber wir nahmen nur zu trinken und nichts zu essen mit. Ausserdem mussten wir da einfach rauf (ein klein wenig verwegen bin ich also doch), denn auch das Wetter sollte schön bleiben. Zwar schafften wir es nicht ganz auf den hoechsten Punkt, den Mount Washington (1918 m) aber immerhin auf den "Boott Spur" (1677 m) darunter. Glaubt uns, es war anstrengend genug, sechs Stunden waren wir fuer 12 Kilometer unterwegs, 1000 sehr steil ansteigende Hoehenmeter haben wir dabei zurueckgelegt aber dafuer noch viel schoenere Ausblicke genossen als bei der letzten Wanderung. Auch hier wieder: Tausende Autos auf den Parkplaetzen - auf den Wanderwegen jedoch nur eine handvoll Leute. Faszinierend!

SAM_0475.jpg
SAM_0474.jpg
SAM_0476.jpg
SAM_0502.jpg
SAM_0473.jpg
(wer findet den Frosch?)

SAM_0479.jpg
SAM_0484.jpg
SAM_0483.jpg
SAM_0485.jpg
SAM_0482.jpg
SAM_0488.jpg
SAM_0490.jpg
(auf den Mount Washington haben wir es nicht mehr geschafft)

SAM_0494.jpg
SAM_0497.jpg
SAM_0498.jpg
SAM_0499.jpg
SAM_0505.jpg
SAM_0506.jpg

Nach einer angenehmen Nachtruhe war er endlich da. Der Tag, auf den wir uns schon wochenlang gefreut hatten. Wir haben "Andy und Steve von den Galápagos-Inseln" (in vergangenen Eintraegen bereits mehrfach vorgestellt) in deren Heimatdorf Morrisville (beinahe so lieblich wie Ruprechtshofen bitteschoen) besucht. Auf dem fast leeren aber wunderschoenen Campground des Elmore State Parks haben wir bereits nachmittags das Zelt aufgeschlagen - wir wussten, dass es abends sicher laenger werden wuerde.

SAM_0546.jpg

Die folgenden Saetze sind ausnahmsweise auf englisch, damit die beiden Jungs auch ein bisserl was davon haben. Sie sind ja schon so gespannt auf die wilde Geschichte dieser einzigartigen austroamerikanischen Begegnung!

Already in the afternoon we hit one of these guys' gloomy local pubs for a couple of beers and several games of pool. Steve's Mum Mary joined us as well as Caytlinn (just a "friend" they say). So it was three players on either team. Andy decided to play with Margit and me and dedicated the team's name to us: "Euro-Trash"! (We of course were honored and flattered!) Eventually we saved Andys pathetic performance by playing on a top level that can only rarely be seen in Morrisville (Andy, it was our pleasure to save your American ass!).

SAM_0551.jpg
SAM_0552.jpg
SAM_0553.jpg
SAM_0556.jpg
SAM_0560.jpg
SAM_0562.jpg
SAM_0564.jpg
SAM_0565.jpg

After that we went to "Bee's Knees" and had dinner while we were being watched by the curious locals like aliens (some of them have seen Europeans only in books). The evening's highlight was the attempt to shoot a picture which should remind us of this short but funny stay. We tried several spots: From the restaurant's table we moved right in front of the local police station (audaciously illegally) and eventually ended up in front of Mary's Range Rover.

SAM_0569.jpg
SAM_0570.jpg
SAM_0572.jpg
SAM_0573.jpg
SAM_0575.jpg
SAM_0577.jpg

By the way, this is Steve's '65 italian Vespa whose picture I promised him to publish in this blog entry:

SAM_0547.jpg

Morrisville is not only a small village but also a very low one. The roofs are infact lower than they appear. They just want to make themselves taller than they are here in Vermont (shame on you - that's not american pride at all!):

SAM_0549.jpg

To say goodbye was difficult but at least we made Steve happy by handing him all our camping gear ("American Trash" you could say) which we didn't need any longer.

SAM_0578.jpg

Guys, it was a short but real pleasure. It was more than one decent laugh we had this night out. We still haven't discovered the fine thin line between lying and kidding yet but we hope to find it out when we meet up next (you will come to Vienna you said - you remember?). Please send our best regards to Mary who by the way we payed a visit the next morning again in her house - without you guys, and we finally could talk seriously to someone in Morrisville!

SAM_0589.jpg
(Can you see the Range Rover in the back?)

Aber noch waren wir von Vermont nicht "erloest". Ob ihr es glaubt oder nicht, wir hatten bis zur unserer Anreise am Vortag keine Ahnung, dass sich in Stowe, nur 20 Minuten entfernt, das beruehmte Anwesen der Trapp-Familie befindet (und die hier sogar ihr eigenes Bier brauen bitteschoen!). Durch Zufall haben uns Andy und Steve darauf aufmerksam gemacht. Also da mussten wir einfach vorbeischauen. Allen "Sound of Music"-Junkies unter euch widmen wir die folgenden Fotos:

SAM_0593.jpg
SAM_0595.jpg
SAM_0596.jpg
SAM_0597.jpg
SAM_0598.jpg
SAM_0600.jpg
SAM_0606.jpg
SAM_0609.jpg
SAM_0612.jpg
SAM_0613.jpg

Und damit dieser Eintrag nicht noch laenger wird, kuerzen wir etwas ab. Die beiden naechsten Tage haben wir vor allem zum Fahren verwendet. Und zwar durch den Bundesstaat New York, auf dem Weg zu den Niagara-Faellen. Diverse Eindruecke von der Fahrt, vom Campingplatz im Green Lakes State Park, vorbei an der wunderschoenen Skyline Buffalos, bis hin zur kanadischen Grenze.

SAM_0618.jpg
SAM_0621.jpg
SAM_0622.jpg
SAM_0624.jpg
SAM_0629.jpg
SAM_0630.jpg
SAM_0631.jpg
SAM_0633.jpg
SAM_0634.jpg
SAM_0635.jpg
SAM_0636.jpg
SAM_0639.jpg
SAM_0642.jpg

Wir gratulieren! Ihr habt einen weiteren Bericht voller Dichtung und Wahrheit hinter euch. Fuer uns stand nun der Besuch bei den Niagara-Faellen auf der kanadischen Seite auf dem Programm. Aber warum dieser Besuch bei den wohl beruehmtesten Wasserfaellen der Welt bei uns mehr Kopfschuetteln als Faszination ausgeloest hat, steht in unserer naechsten Geschichte, in der wir uns auch wehmuetig von Kanada, einem tollen und wunderbaren Land, verabschieden moechten. Bleibt dran, ihr habt es bald geschafft!

< Previous Story | Table Of Content | Next Story >

Posted by NoUturners 08:20 Archived in USA

Email this entryFacebookStumbleUpon

Table of contents

Comments

wieder eine große (und ebenso -artige) geschichte.

[der frosch ist eh leicht zu erkennen: er hat behaarte hinterbeine und ein blaues t-shirt]

by H

@ H: Danke fur die Blumen. Bis bald. Kermit

by NoUturners

Comments on this blog entry are now closed to non-Travellerspoint members. You can still leave a comment if you are a member of Travellerspoint.

Enter your Travellerspoint login details below

( What's this? )

If you aren't a member of Travellerspoint yet, you can join for free.

Join Travellerspoint