A Travellerspoint blog

Amazing New South Wales

Roseville - Wollemi National Park - Blue Mountains National Park - Coolah Tops National Park - Oxley National Park - Werrikimbie National Park, all in New South Wales, AUSTRALIA

sunny 30 °C
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Es war soweit, vom im noerdlichen Sydney gelegenen Stadtteil Roseville, genauer gesagt vom Grundstück von John und Dorothy (ich habe sie euch im letzten Eintrag vorgestellt), habe ich Sydney an einem traumhaft schoenen Tag Richtung Wollemi National Park verlassen. Bis Margit in genau 14 Tagen in Sydney landen wuerde, wollte ich einen kleinen Teil des riesigen Bundesstaates New South Wales erkunden. Mit dem bereits erwaehnten Free Camp Guide und vielen Tipps von Simi und Chris ausgestattet, konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. So hatte ich mir das zumindest gedacht. Aber einmal falsch abgebogen (Karten lesen und gleichzeitig fahren ist halt doch nicht so einfach) und noch dazu im stadtauswaerts fuehrenden Nachmittagsstau gelandet, braucht man doch etwas laenger als geplant. Macht nix, ich hatte ja Zeit.

Schliesslich bin ich doch zu einer halbwegs brauchbaren Zeit angekommen. Es war sehr ruhig, nur die hier so zahlreich vorhandenen Vogelarten konnte man hoeren. Zwei weitere Camper bevoelkerten den riesigen Platz, idyllisch an einem kleinen, seichten Fluss gelegen. Leider hat der Kocher etwas gesponnen, daher gab es gleich zum Auftakt nur eine kalte Jause. Aber eigentlich wollte ich eh nur schlafen. Der Jet Lag war zwar nicht mehr sehr stark, aber doch noch vorhanden.

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Am naechsten Morgen, ein traumhaft schoener Sonnenaufgang kaempfte sich durch die riesigen, fuer New South Wales so typischen Gum Trees, war ich frueh munter. Ein Vorteil des Jet Lags. Bereits um sechs Uhr war ich bereit fuer den Aufbruch, tatsaechlich wurde es sicher sieben Uhr bis ich wegkam. Der komplette Tag, angeblich ein wunderschoener, lag vor mir. Da der naechste Uebernachtungsplatz im nahe gelegenen Blue Mountains Nationalpark lag, hatte ich viel Zeit. Unterwegs habe ich bei einem der zahlreichen Lookouts in den faszinierenden Blue Mountains, der "Wienerwald" Sydneys (nur viel, viel, viel ... viel, viel, viel groesser und gewaltiger), Station gemacht. Dahin fuehrte eine kleine Wanderung. Es war heiss und schoen. Ich habe es einfach genossen:

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Nach ein paar Einkaeufen in Katoomba (unter anderem wurde ein neuer Kocher, eine Kuehlbox und 4 kg Eis angeschafft) bin ich bereits im Laufe des Nachmittags am Perry's Lookdown Campground eingetroffen. Auch zahlreiche andere Reisende habe ich angetrofen. Wieder bin ich frueh ins Bett gefallen.

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Naechtens gab es sogar ein Gewitter in der Naehe, Regen gab es allerdings keinen. Dieser setzte erst am naechsten Morgen ein. Ein langer Weg in den auf einer kleinen Anhoehe liegenden Coolah Tops Nationalpark lag vor mir. Dazwischen habe ich ein paar kleine Pausen eingelegt.

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Auf der Fahrt setzte immer wieder leichter Regen ein, aber gegen Abend, als ich schliesslich beim Nationalpark-Eingang ankam, besserte sich das Wetter deutlich. Und noch was ist passiert auf meiner Fahrt hinauf in den Nationalpark. Ich habe das erste Mal Wildlife gesichtet. Zahlreiche Wallabys huepften, grasten und schauten am Strassenrand in der Gegend rum. Diese Wallabys schauen aus wie Kaenguruhs, gehoeren auch zu dieser Familie, sind aber eben keine. Sie sind deutlich kleiner (weshalb meine Schwester sie immer Babykaenguruhs nennt, aber das ist eine andere Geschichte), ihr Maul ist spitz - dem einer Maus sehr aehnlich - und ihr Koerper ist birnenfoermig.

Geplant waren zwei Naechte. Zum Ausruhen, Wandern, Lesen, Geniessen. Geblieben bin ich schliesslich drei Naechte, einfach deshalb weil es so beeindruckend war. Der Barrack Campground war einer von vielen kaum besuchten im gesamten Nationalpark. Auf dem riesigen Gelaende standen noch zwei weitere Camper. Zum kurzen Small Talk mit einem meiner Nachbarn kam es schliesslich deshalb, weil hinter uns, keine zwanzig Meter entfernt, eine ziemlich maechtige Baumkrone auf den Boden krachte. Natuerlich haben wir umgehend den ueber uns thronenden Astzustand begutachtet und fuer sicher befunden.

Wie auch immer, so sah es hier aus. Eventuell verstaendlich, warum es mir hier so gut gefallen hat.

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(Der immer gut gelaunte Kookaburra hat mich morgens wie abends begleitet)

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Und auch ein paar Wanderungen standen auf dem Programm:

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(Ein Wasserfall benannt nach mir - cool!)

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(Mit dem, was die britischen Vorfahren so alles an unpassender Fauna eingeschleppt hatten, kaempfen nun die Nachfahren)

Bei leichtem Regen habe ich den sensationellen Coolah Tops National Park nach drei tollen Naechten (die letzte Nacht war ich komplett alleine) fruehmorgens verlassen. Bald kam jedoch wieder die Sonne heraus, die erbarmungslos runterbrannte. Über die kleinen Orte Tamworth und Walcha ging es weiter Richtung Norden. Am kleinen Campground bei den wunderschoenen Tia Falls im Oxley National Park habe ich für die Nacht mein Quartier aufgeschlagen. Der Abend brachte einen wunderschoenen Sonnenuntergang. Mit einem sehr netten jungen australisch-chinesischem Paar habe ich mich noch ein wenig unterhalten. Naechtens tobte wieder ein regenloses aber heftiges Gewitter in der Naehe. Tamworth, der von mir am Nachmittag besuchte Ort, war sogar Opfer eines maechtigen Hagelsturms. Glueck gehabt.

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(nach dem maechtigen naechtlichen Gewitter war es morgens verdammt frisch)

Stopp fuer die beiden naechsten Naechte war der Moorenback Campground im Werrikimbe National Park. Diverse Insekten waren untertags sehr laestig (Fliegen noch die ertraeglichsten aller herumschwirrenden Viecher), auch waehrend eines Spaziergangs entlang des Platypus (Schnabeltier) Walks unter der heißen australischen Sommersonne. Und eine Kaenguruh-Familie hat mir den Nachmittag verkuerzt. Ich habe sie lange beobachtet und nach einem anfaenglich etwas vorsichtigen Herantasten haben wir alle gemeinsam den Schatten unter den Baeumen genossen.

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Die Naechte sind dank der trockenen Hitze untertags angenehm kuehl. Ein großartiger, wolkenloser Sternenhimmel waehrend beider Naechte rundete den genussvollen Aufenthalt ab. Nur ein weiterer Camper stand waehrend dieser Zeit auf der großen Wiese neben mir, was wunderbare Ruhe bedeutete.

Am Morgen nach der zweiten Nacht bin ich aufgebrochen. Der Weg zurueck auf den Highway fuehrte mich durch wildes und abenteuerliches Gelaende. Es handelte sich dabei um eine sogenannte "dry weather 4WD road only". Sehr seichte aber breite Fluesse mussten durchquert, steile Anstiege auf unbefestigen Pfaden bewaeltigt werden.

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Und noch etwas Besonderes war an diesem Tag: der Kalender zeigte den 24. Dezember. Den Heiligen Abend, den es hier in Australien ja nicht gibt (man feiert hier erst am Christmas Day, am 25.12.) wollte ich im Barrington Tops National Park verbringen. Am Weg dahin zogen bereits Wolken auf, die Wettervorschau sprach von heftigen Gewittern, die ausgerechnet ueber die Feiertage ganz New South Wales heimsuchen sollten. Und ob ich den Heiligen Abend nun wie gewuenscht einsam irgendwo tief im Nationalpark verbracht habe oder ob doch alles ganz anders verlief, folgt im naechsten Report von der australischen Suedost-Kueste.

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Posted by NoUturners 17:28 Archived in Australia Tagged automotive

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Comments

schön das es mit den fotos doch klappt... der il mit seinem 4WD auf dem weg durch die wildnis... wer hätte das gedacht?? calle ist schwer beeindruckt... und selbstverständlich neidisch!! nur eine frage bleibt noch offen... hast du denn jetzt endlich ein babykanguru gesehen??? noch keine beweisfotos gesichtet!! wir wünschen dir und den kangurus Frohe Weihnachten... und wenig regen! BACI

by Sorellina und der Calle

weihnachten ist vorbei. es war wie immer schön, die grossfamilie war da. nur du hast uns gefehlt... wir wünschen dir auf diesem wege frohe weihnachten und alles gute auf deinem weiteren weg durch die national parks und das outback...

by ernst # elisabeth

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