A Travellerspoint blog

Buenos Aires - dos cortados (Part one)!

Buenos Aires, Buenos Aires, ARGENTINA

sunny 25 °C
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Ja, wir sind tatsaechlich in Buenos Aires gelandet. Nun koennen wir schon eher von einer Weltreise sprechen und ab nun werden wir tatsaechlich einmal um den Globus herumgekommen sein. Was auch immer passieren wird, die Heimreise wird nur noch ueber den Atlantik erfolgen!

Die Einreise in Buenos Aires ging zwar etwas langsam voran (argentinische Beamte halt, macht ja nix, wir hatten Zeit), dafuer aber sehr unkompliziert. Die Zeitreise in die Vergangenheit (wir berichteten) ist uns ganz gut gelungen. Der Jet Lag war nicht so enorm wie befuerchtet. Noch nicht jedenfalls. Viel geschlafen hatten wir auf dem Flug jedenfalls nicht. Am Flughafen hat uns bereits Romina, Margits Freundin, unglaeubig erwartet. Zwoelf lange Jahre hatten sich die beiden nicht gesehen, nun wurde das Wiedersehen Wirklichkeit. Margit berichtet nun exklusiv nur fuer euch ueber die argentinisch-oestereichische Wiedervereinigung:

"Endlich Buenos Aires! Zwoelf lange Jahre habe ich darauf gewartet, Romina wiederzusehen. Ich habe sie auf den Lofoten kennen gelernt, in Helsinki wieder getroffen und eine Woche lang hat sie das Leben meiner Familie in Ruprechtshofen (im positiven Sinne) auf den Kopf gestellt. Nicht nur ich, sondern auch meine Familie und Freunde haben die kleine Argentinierin mit dem permanenten Strahlen im Gesicht ins Herz geschlossen. Damals wurde Argentinien fuer mich zur Wunschdestination. Umso nervoeser wurde ich, je naeher wir dem Ziel kamen. Alleine der Flug ueber Patagonien war schon ein eigenes Erlebnis fuer mich - dass das da unten Suedamerika sei, war ein sehr surrealer Gedanke.
Und dann war's soweit. Ich ur-nervoes - und ploetzlich sah ich sie in der Ferne. Unglaublich. Meine aufklaerenden Worte "Da ist sie!" an Christian waren wohl ueberfluessig. Romina hat unglauebig die Haende vors Gesicht geschlagen "incredible!". Und was kam, kann sich wohl jeder selber vorstellen. Zwei sentimentale Frauen am Flughafen.

Es dauerte nicht lange bis wir ueber "alte Zeiten" sprachen. Ueber meine Mama und ihren Apfelstrudel. Ueber meine Geschwister und das wunderschoene Ruprechtshofen (ok, das 'wunderschoene' habe ich hinzugefuegt). Erkundigungen, wie es Petra in Holland ginge. Und natuerlich sorgte der Ausflug nach Wien mit den Maedels wieder fuer Gelaechter. Ein weiteres sehr schoenes Ereignis fuer mich war, Rominas elfjaehrige Tochter Maria kennenzulernen. Viel von ihr gehoert, aber eben nie getroffen. Ein aeusserst nettes Maedchen, dass gluecklicherweise fliessend Englisch spricht - gut fuer uns. Christian hatte sie bald um den Finger gewickelt (dieser hat sogar gegen sie im Wii-Tennis verloren!). Das war nun ein kleiner Einblick in meine Gedankenwelt, sorry, musste sein zu diesem Thema. Und nun uebergebe ich wieder an den Herrn des Web-Blogs."

So, haben alle die Taschentuecher entsorgt? Es war ja in der Tat sehr beruehrend. Den ersten Nachmittag haben wir in San Telmo verbracht, ein Viertel, in dem sich sehr viele Antiquitaetengeschaefte niedergelassen haben. Da Rominas Eltern genau hier ein solches Geschaeft haben, sind wir am Nachmittag des Ankunfttages ein wenig muede aber dennoch neugierig herumgeschlapft. Davor gab es noch eine kurze Einschulung in die hiesige Kueche und Kaffeelandschaft. Also wurden es zwei Empanadas, zwei Bier (Quilmes heisst das bekannteste argentinische Bier) und zwei Cortados (ein kleiner Kaffee mit etwas Milch). Wunderbar erfrischend!

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Das Wetter war traumhaft. Nicht so schwuel wie allgmein behauptet wird. Das lag wohl am Herbst. Es herrschte mildes Hochdruckwetter, in etwa 25 Grad. Am spaeteren Nachmittag haben wir daher mit Romina einen Spaziergang durch das Viertel Puerto Madero gemacht. Eine moderne Ausgehmeile, vielleicht mit dem Donaukanal in Wien vergleichbar (nur viel breiter, groesser und mit viel mehr Hochhaeusern).

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Wohnen durften wir bei Romina, sie hat ein tolles Apartment etwas ausserhalb des Zentrums, genauer gesagt in Olivos, in dem sie mit ihrer Tochter Maria wohnt. Am Abend sind wir frueh ins Bett gefallen. Am naechsten Morgen der Blick aus dem Schlafzimmer: Immer noch traumhaft schoen!

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In der Frueh sind wir zum Busbahnhof im nicht ganz so schoenen Viertel Retiro gefahren, wo wir versucht haben, ein wenig ueber die Busse zu erfahren. Dort wars aber so riesig und wir mit noch viel zu wenig Plan, wie es ueberhaupt weitergehen sollte, dass wir beschlossen haben, die Fahrplaene spaeter unter der Woche im Internet zusammenzusuchen.

Der Spaziergang zurueck ins Zentrum fuehrte uns durch das Geschaeftsviertel und die Einkaufsstrasse Avenida Florida...

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...durchs Centro (Downtown quasi)...

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... und wieder zurueck nach San Telmo.

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Am Mittwoch sind wir im noblen Stadtteil Recoletta spazieren gewesen. Skurill dabei der Spaziergang durch den sehr touristischen Friedhof, auf dem viele argentinische Persoenlichkeiten, vor allem aus der Politik, beerdigt wurden. Die in Europa wohl bekannteste unter ihnen ist Eva Peron. Achtung, die folgenden Bilder sind nicht in einer Stadt mit niedrigen Haeusern geschossen, es handelt sich dabei vielmehr um prunkvolle Mausoleen. Faktor: Freaky!

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Der Rest des Viertels Ricoletta:

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Sonstige verschiedene Eindruecke von der Stadt:

Blick ueber die Stadt vom fuenften Stock der Nationalbibliothek (die aber selbst eher an einen massiven Sowjet-Militaertrakt erinnert):

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Viele Strassen sind hier nach Laendern benannt (ja, auch das winzige Oesterreich):

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Nicht nur zahlreiche streunende Hunde praegen das Strassenbild, auch Dog-Sitter sieht man an jeder Ecke:

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Herr Wick, argentinische Vorfahren? Der Robert war wer, hm?

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Diese riesigen Metall-Blueten sind mobil, gehen abends zu und sind untertags offen (da schau her).

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Was sich sonst noch in den Parks herumtreibt:

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Die Buchhandlung El Ateneo hat sich in einem alten Theater niedergelassen (englischsprachige Literatur sucht man hier aber vergebens, sieht man vom billigen Crime- and Romance-Genre ab):

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Wir waren geschafft. Wieder zurueck in der Wohnung gabs mit Romina und ihrer Tochter Maria Merienda (Nachmittagskaffee) und/oder Mate. Das ist jener Tee, den hier alle aus konstvollen Haeferln und durch kuenstlerisch wertvolle Strohhalme schluerfen, sehr gewoehnungsbeduerftig, schmeckt irgendwie nach Tschik:

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Abends habe ich Eiernockerln gekocht und Maria hat sich um Chipas (Kaesebaellchen) gekuemmert. Globalisierung kulinarischer Art.

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Abends sind wir wieder ins Bett gefallen, immer noch waren wir etwas angeschlagen vom Flug. Euch gehts jetzt wohl nicht besser. Viel zu viele Infos, oder? Wir machen eine Pause. Donnerstags sind wir ohenhin zuhause geblieben und haben ein wenig organisiert. Der Blick aus dem Fenster war nicht mehr so freundlich, in der Nacht hatte ein maechtiges Gewitter gewuetet. Somit haben wir Abschied genommen vom wunderschoenen Hochruckwetter. Ab nun herrschte hohe Luftfeuchtigkeit. Frage nicht.

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Der zweite Teil unseres Besuchs inklusive unserer persoenlichen Eindruecke dieser doch sehr grossen und chaotischen Stadt folgt noch. Ruht euch mal von diesen Eindruecken aus. Wir machen das auch.

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Posted by NoUturners 13:38 Archived in Argentina

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Comments

Hallo ihr Beiden!
Sind ja tolle Bilder die ihr da macht, erinnert mich irgendwie an Italien, nur dass alles gepflegter ausschaut. Wie geht´s dir mit deinem Spanisch Margit, nur für Touristen um den Weg zu finden oder ist dein Level schon Brauchbar für kurzen Small talk? Redet ihr nur Englisch, oder korrigiert dich Romina ständig und haut sich ab über deine Sprachkenntnisse? - übrigens, schöne Grüße von mir an Romina!
Bei uns hat´s auch bald 25 Grad, will ich nur anmerken, 19 hatten wir schon!
l.g. Herbert

by Herbert

@ Herbert: glaub mir, die Bilder taeuschen teilweise. Obwohls schon auch sehr schoene und gepflegte Ecken gibt. Mein Spanisch? Praktisch nicht existent. Bin noch weit entfernt um auf Spanisch wirklich den Weg zu finden, aber das wird schon. Hab ja 3 Monate vor mir. Rede mit Romina und sogar ihrer Tochter nur Englisch, Einzelne Woerter + Aussprache wird natuerlich trainiert, Christian ueberholt mich allerdings bald... Romina schickt Videogruesse heim, darauf muesst ihr aber bis September warten... Viel Spass am Fruehling, wir sind in den Herbst unterwegs... Baba, Margit

by NoUturners

ja, ja. der roberto a.
der schriftsteller in der familie ;-)
mehr details zum bertl, wie er liebevoll von tante mitzi genannt wird, gibts in wikip. ;-)

by Hr.Wick

@ Herr Wick: Werde ich beizeiten kontrollieren. Freut mich, dass der Arlt-Clan bis nach Argentinien reicht.

by NoUturners

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