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Vamos al Parque Provincial "Aconcagua"

Uspallata - Parque Provincial Aconcagua - Mendoza, all in Mendoza, ARGENTINA

sunny 20 °C
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Noch schwer beeindruckt von unserer neuen, grossen Liebe Mendoza haben wir uns auf den Weg in das Herz der Anden gemacht. Da wo der hoechste Berg der Welt ausserhalb der Himalaya-Kette thront, der Aconcagua. Gelegen im gleichnamigen Parque Provincial. Zunaechst sind wir mit dem Bus ins auf 1700 Metern Seehoehe gelegene Uspallata gefahren, ein Anstieg um 1000 Hoehenmeter (wie hoch Mendoza liegt, muesst ihr euch nun selbst ausrechnen). Und je tiefer und hoeher wir in die Anden kamen desto beeindruckender wurde die Landschaft.

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Waehrend der Fahrt wurden wir ueber die Videoschirme mit einer waschechten argentinischen Seifenoper zwangsbeglueckt. Und wir haben festgestellt, dass man auch als neugieriger, aufgeschlossener Reisender nicht automatisch alles gut finden muss, was das Gastland bietet. Gegen dieses furchtbare Stueck Fernsehdrama war die Lindenstrasse eine franzoesische Literaturverfilmung! Das gleiche gilt uebrigens auch fuer die argentinische und chilenische Folklore-Musik. Diese verliert sich ebenso wie die mitteleuropaeische Schlager- und Volksmusikszene in musikalischer Schlichtheit (um es neutral auszudruecken). Allerdings mit einem Riesenunterschied: Spanisch ist im Vergleich zu Deutsch die mit Abstand schoenere Sprache.

In Uspallata angekommen, haben wir einen Campingplatz gesucht. Die genaue Schilderung der Suche erspare ich euch, ihr kennt sie: Sí sí abierto, claro! Wie auch immer, wir haben nach Irrwegen schliesslich doch trotz "Hilfe" der Touristeninformation einen geoeffneten Campingplatz gefunden, naemlich den staedtischen welchigen. Viele Pappeln, viel Laub, riesengross und so gut wie leer. Die Beschreibung der Sanitaerraeume erspare ich euch. Nur so viel: Geduscht haben wir da nicht.

Der Aufbau des Zeltes ist nur noch pure Routine, daher suchen wir immer nach neuen Herausforderungen, etwas komplizierter zu machen als noetig, nur damit ein wenig Abwechslung reinkommt. Da waere zum Beispiel das Aufblasen der Matte im Liegen.

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Danach sind wir nach Uspallata "Downtown" gegangen (also im Prinzip aus einer grossen Kreuzung bestehend), konkret ins Café Tibet. Das heisst deshalb so, weil hier vor einigen Jahren Szenen fuer den Film "Seven Years in Tibet" gedreht wurden (ob Brad damals auch hier war wissen wir nicht). Und da grad Mittwoch Nachmittag war, spielte in Europa gerade CF Barcelona gegen Internazionale Milano um den Einzug ins Champions League Finale. Und das lief hier im Fernsehen. Also habe ich mir das gemeinsam mit dem Kellner angesehen und mit ihm in feinstem "Spanglish" gefachsimpelt.

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Und Margit war derweil in der Gegend spazieren, hat dabei schoene Landschaften und auch echte Gauchos bei der Arbeit angetroffen und fotografiert.

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Danach haben wir am Busbahnhof Tickets bei diversen Busfirmen fuer die naechsten Tage gekauft, also fuer die Rueckfahrt nach Mendoza und die sofortige Weiterfahrt nach Salta. Aber wir wollen nicht vorgreifen, das kommt alles noch. Skurril dabei war, dass in einem Verkaufsbuero zwei zwoelfjaehrige Burschen sassen. Wir waren zunaechst skeptisch, aber die hatten alles unter Kontrolle und das Busticket war tatsaechlich gueltig (wie wir am Folgetag festgestellt hatten). Kinderarbeit auf argentinisch, nur: Die Jungs hatten den ganzen Tag nix zu tun und waren ausser unserem Besuch sowieso nur im Internet.

Die Nacht im Zelt war arschkalt und abends sah der Platz auch ein bisserl aus wie im "Blair Witch Project". Grusselig war dabei aber nicht wirklich irgendwas.

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Am naechsten Morgen sind wir fuer einen Tagesausflug in den bereits oben erwaehnten "Parque Provincial Aconcagua" gefahren (Herbert, die folgenden Fotos sind dir gewidmet). Der Park war zwar geoeffnet aber nur ein kurzer und leichter Weg zum Wandern war auch tatsaechlich fuer die Oeffentlichkeit zugaenglich (gesamt: sechs einfache und flache Kilometer). Die Saison zur Besteigung des Aconcagua war bereits vorbei. Da wir hier jedoch auf 3000 Metern Seehoehe waren, ist uns das aber eh ganz recht gewesen, die Luft war schon duenn genug. So wenig geplaudert wie auf diesem Spaziergang hat Margit auf der ganzen Reise ueberhaupt noch nicht! Wir haben uns Zeit gelassen und die Ausblicke und das Traumwetter einfach genossen. Und Margit hat endlich wieder mal fotografiert!

Die Fahrt dahin:

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Im Park selbst (ueberall wo ein schneebedeckter Berg im Hintergrund sichtbar ist, handelt es sich um den Aconcagua):

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Luca, diese Tiere gibt´s hier ueberall. Leider haben wir schon wieder keinen Puma zu Gesicht bekommen:

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Wir waren beinahe alleine unterwegs, nur einmal tauchte kurz eine riesige Pauschalreisegruppe auf:

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Vom Spaziergang zurueckgekehrt (von einer "Wanderung" zu sprechen, waere in der Tat etwas uebertrieben) hatten wir ein angenehmes Gespraech mit einer jungen und sehr charmanten Argentinierin von der Parkverwaltung. Deren Englisch-Kenntnisse waren wohl noch schlechter als unser Spanisch aber sie hat es trotzdem versucht. Wir haben das Gespraech ambitioniert mit dem besten Spanisch, das wir zur Verfuegung hatten, unterstuetzt und es ergab sich eine sehr lebendige und lustige Unterhaltung. Also, es geht doch! Eine Erfahrung, die wir bisher in Argentinien noch nicht so oft gemacht hatten.

Auf der Bundesstrasse, voll mit Sattelschleppern von und nach Chile (die Grenze war nicht weit von hier), sind wir in das naechste Dorf zurueckspaziert (von wo der Bus wieder nach Uspallata zurueckging) und haben uns das kleine Naturwunder angesehen. Eine natuerlich gebildete Bruecke, genannt "Puente del Inca".

Blick von der Strasse:

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Puente del Inca:

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Das winzige Dorf einsam an der Bundesstrasse liegend. Da wo wir auf den Bus gewartet haben:

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Die zweite und letzte Nacht in Uspallata war erneut sehr kalt, aber diesmal waren wir besser vorbereitet und haben mehr angezogen. Ein junger, neugieriger aber sehr schuechtener Hund hat uns immer wieder besucht, also haben wir ihn letztenendes doch gefuettert mit dem was wir ueber hatten: Marillenmarmelade, Schokokekse und solche Dinge. Und er hat es verschlungen, der war wohl hungrig der Kleine!

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Und nachdem es wahrscheinliche die letzte Nacht auf einem Campingplatz in Suedamerika war (in den von uns noch zu bereisenden Laendern wird das aus verschiedenen Gruenden wohl nicht mehr gehen), wollten wir uns auch mit einem speziellen Foto verabschieden. Ja, so sahen wir zumeist in unseren Strampelhosen aus bevor wir in unsere Schlafsaecke rutschten. Und ihr seid Zeugen, welche Ehre!

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Wie schon weiter oben angekuendigt, ging es am naechsten Morgen zeitig nach Mendoza zurueck und von da sind wir nach einer kleinen Wartezeit in einen Bus nach Salta umgestiegen. Dabei hat der Busfahrer gleich nach der Abfahrt bei einem Fahrbahnwechsel einen kleinen Kollateralschaden gebaut. Es ist nichts Schlimmes passiert, aber der Unfall hat uns ueber eine Stunde gekostet (die Polizei musste erst aus dem Siesta-Tiefschlaf geweckt werden) und hat den Verkehr auf einer der wichtigsten Ausfahrtsstrassen Mendozas blockiert. Als es endlich weiterging und der Abend ins Land zog, haben wir schliesslich noch die schoene Abendstimmung waehrend der Fahrt genossen.

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(das ist kein Schnee sondern Salz!)

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In Salta, noch viel noerdlicher gelegen, war es ebenfalls sehr sonnig und sehr warm. Hier wollten wir eigentlich nur eine Nacht bleiben und am Folgetag gleich fruehmorgens ueber die Grenze nach Chile fahren. Um diese Jahreszeit ist das wegen Schneefalls (der Pass liegt auf ueber 4000 Metern) aber gar nicht so einfach. Und weil die Uhren hier ein bisserl sehr anders ticken (Sí sí, no problema), kam alles sowieso ganz anders und aus der einen Nacht wurden schliesslich vier und unser Geduldsfaden wurde einem ganz speziellen Training unterzogen. Aber man sagt man waechst mit der Herausforderung. Nur ist das wirklich so? Mehr beim naechsten Mal!

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Posted by NoUturners 18:15 Archived in Argentina

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