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Copacabana, Lago Titicaca (Bolivia parte II) - Hola amigos!

Copacabana - Lago Titicaca - Isla del Sol, all in La Paz, BOLIVIA | Puno, Puno - Cusco, Cusco, PERU

sunny 25 °C
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Morgens um 8 Uhr, ein wunderschoener, blauer Himmel ueber uns, verliessen wir La Paz nach 7 Tagen und 7 Naechten schliesslich mit dem Bus in Richtung Titicacasee, genauer gesagt nach Copacabana. Am See angekommen musste ein kurzes Stueck mit dem Boot ueberbrueckt werden. Der Bus kam dabei auf ein anderes Boot als die Passagiere.

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Den Lago Titicaca teilen sich Bolivien und Peru. Touristisch ist er auf beiden Seiten aber auf der bolivianischen Seite angeblich viel schoener. Gut so, also haben wir uns dafuer entschieden, ihn auch auf dieser Seite anzusehen. Fuer euch liebe, treue Leserschaft, die "harten Fakten" zum See:

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Gleich nach der Ankunft sind wir zum bereits reservierten Hotel "La Cupula" gegangen. Von vielen Mitreisenden empfohlen - auch vom Lonley Planet, was aber mit Vorsicht zu geniessen ist - haben wir es riskiert und da eingecheckt. Und tatsaechlich war diese Unterkunft das Paradies auf Erden: Ein wunderschoenes Haus, auf einem Huegel liegend, mit Blick auf den See - um 120 Bolivanos pro Zimmer und Nacht. Es gab heisse Duschen, schoene und grosse Zimmer, freundliches Personal, einen riesigen Garten mit Haengematten und ... und ... und. Mit einem Wort: Das perfekte Hotel!

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(ja, in unserem Garten grasten auch Schafe...)

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(ein kleines Laemmchen - authentischer geht es nicht mehr!)

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(und wir geniessen und entspannen)

Der Ort selbst ist sehr touristisch und nicht aussergewoehnlich schoen. Dafuer entschaedigt die Lage direkt am See. Und obwol er auf genau 3841 Metern Seehoehe liegt, wurden mein in La Paz staendig traenendes Auge und meine juckende Nase schon am ersten Tag geheilt! Die Luft war duenn aber klar!

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Auch Margit ging es taeglich besser. Nur die richtigen Tabletten zu finden, um den Schleim aus den Nebenhoehlen abzutransportieren, war nicht so einfach. Der Verzweiflung nahe, fand sie schliesslich ausgerechnet hier in Copacabana den perfekten Apotheker, der ihr Tabletten veschrieb, welche endlich ihren Nebenhoehlenschleim zur Abfuhr brachten. Juchu!

Am Tag danach sind wir auf die Isla del sol (Sonneninsel) gefahren. Auch sehr touristisch, und man muss auf der Wanderung quer ueber die Insel immer irgendwo etwas bezahlen. Nicht viel, ist aber sehr laestig. Statt gleich anfangs eine Gebuehr zu verlangen, machen sie Stueckwerk daraus und kassieren alle paar Meter eine paar Bolivianos ab.

Die Insel hat wirklich alles geboten, was du dir wuenscht (tolle Landschaft aber auch kleine Ruinen der Inkas). Die vierstuendige Wanderung unter gleissender Sonne war anstrengend - immerhin waren wir hier auf 4000 Metern Seehoehe - aber wir haben es genossen. Und einen Sonnenbrand haben wir uns auch gleich geholt.

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Sieht teilweise aus wie am Meer, stimmt´s? Haben wir auch gedacht, ist aber "nur" ein riesiger See!

Neben dem Tourismus bestellen hier viele Bauern tatsaechlich muehsam Felder, haben daher viele Nutztiere. Vor allem Schweine, Esel und Lamas. Daher sieht es manchmal so aus wie noch vor hundert Jahren.

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Und diese Kinder haben sich mit Posieren fuer Fotos etwas Geld dazuverdient:

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Auf der Rueckfahrt wurden wir noch zu einer der auf dem Titicacasee beliebten "schwimmenden Inseln" gekarrt. Reine Abzocke, fast keiner ist aus dem Boot gestiegen. Nur vier typische Touris haben den Eintritt bezahlt, um mal auf so einer Insel zu stehen. Der Rest hat verweigert. Die glauben hier tatsaechlich, sie koennen alle Auslaender fuer dumm verkaufen.

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(das Militaer waescht hier die Waesche im See!)

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(zurueck in Copacabana)

Und weil wir vom tollen Hotel auch noch was haben wollten, haben wir eine Nacht verlaengert und am dritten Tag einfach ausgespannt. Morgens haben wir auf der Terrasse des angeschlossenen Restaurants bei einem sensationellen Fruehstueck den Ausblick auf den See genossen.

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Aber es ging alles schneller vorbei als uns lieb war. Am naechsten Morgen haben wir den Bus zur peruanischen Grenze genommen und uns von dieser Oase am Titicacasee verabschiedet. Die Fahrt zu Grenze dauerte nur wenige Minuten und auch die Abwicklung an der Grenze ging sehr schnell! So unspektakulaer sieht uebrigens hier die Grenze aus - wie ein kleines Dorf:

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Somit haben wir auch Bolivien hinter uns gebracht. Viel koennen wir ueber das Land nicht sagen, schliesslich waren wir hier nur an zwei Orten in 10 Tagen. Da koennen wir kein ehrliches Feedback ueber das gesamte Land geben. Was wir gesehen haben, ist es hier sehr sauber (Chile und Argentinien: so geht das!), sehr billig, aber vor allem die indigene Bevoelkerung ist sehr zurueckhaltend, humorlos und wirkt daher unfreundlich. Und wir haben wirklich unser bestes Spanisch ausgepackt und versucht, gute Gaeste zu sein!

Leitungswasser ist in Bolivien leider nicht trinkbar, daher mussten wir immer welches kaufen. Das erste Land auf unserer Reise, in dem dies so war. Und noch was: Wirst du in Argentinien und Chile salopp "chico" bzw. "chica" genannt, ist man in Bolivien schnell mal ein "amigo" bzw. eine "amiga". Also Freunde ueberall hier! Und wir kommen sicher wieder, denn wir haben lange noch nicht alles von diesem faszinierenden Land gesehen!

So sind wir nun auf peruanischer Seite am Titicacasee entlang gefahren und schliesslich in Puno gelandet. Viele steigen hier aus und bleiben eine Nacht. Aber so schoen ist es hier nicht. Es stimmt tatsaechlich - in Bolivien liegt der See viel schoener! Wir konnten dennoch einige sehr faszinierende Bilder von der Gegend einfangen.

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Die Stadt selbst - wie gesagt - sehr schirch:

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Wir haben in Puno den Bus gewechselt und sind weiter nach Cusco gefahren. Der wohl bekannteste Ort im "heiligen Tal der Inka". Die Fahrt dahin war eine wunderschoene welchige durch die Anden, aber der Busfahrer war voellig durchgeknallt. Gefahren wie ein Irrer, staendig laut hupend andere Autos ueberholt, Kurven viel zu schnell gefahren und gefaehrlich geschnitten. So gar nicht beeindruckt hat ihn dann ein anderer, in einem Kreisverkehr auf der Seite liegender Reisebus (wohl mit einem noch viel gestörteren Fahrer?), denn unser Lenker war auch weiterhin vom Raserteufel besessen. In der Fahrerkabine mit seinem in etwa sechsjaehrigen Sohn (beide natuerlich nicht angeschnallt) gescherzt und gespielt, danach gegessen und freihaendig gefahren. Kurz: Ein echter geistesgestoerter peruanischer Macho. Der Name der Buslinie: Libertad. Das hat wohl mit dem Fahrstil zu tun, nehmen wir an: Freistil. Positives: Wenn du so eine Busfahrt unverletzt ueberstehst - und das haben wir - steigst du in Zukunft furchtlos auch in jedes noch so klapprige Flugzeug ein.

Bilder von der Fahrt:

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So sind wir schliesslich spaetabends in Cusco angekommen und mit dem Taxi zur wunderschoenen Unterkunft "Amazon Hotel" gefahren.

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Unser Zimmer...

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...und der Blick abends...

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...und morgens auf Cusco:

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Von hier aus ging es am naechsten Tag tief hinein in das heilige Tal der Inkas und danach weiter nach Machu Picchu. Ja, wir standen tatsaechlich kurz davor! Und wie es uns da gefallen hat und ob sich der zeitliche und vor allem finanzelle Aufwand gelohnt hat, erfahrt ihr beim naechsten Mal.

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Posted by NoUturners 12:35 Archived in Bolivia

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Comments

Finde es ja immer wieder nett, nach all den Jahren mal wieder typisch österreichisches zu lesen (man denke nur: schirch!). Es ist wie früher ;-)
Und die Cliffhanger - genial!
Bin gespannt auf den Macchu Pichu oder wie der auch immer geschrieben wird.

by Sigrun

@ Siggi: Ach ja, die Erinnerungen an die gute alte Partnerline-Zeit. Ja, die Cliffhanger habe ich mir einfallen lassen. Bin ja verhinderter Krimi-Autor... Machu Picchu waren wir schon, Bericht ist schon fertig, folgt aber erst spaeter, man will ja die Leserschaft nicht ueberfordern... Danke fuers Feedback, hat uns sehr gefreut!

by NoUturners

jaja... das busfahren kann schon eine große herausforderung sein...kanns mir lebhaft vorstellen! hoff für euch, dass die letzten fahrten bevor ihr wieder selbst herr bzw. frau übers eigene lenkrad seid, ein wenig ruhiger werden!Frage von luca:"sind die schwimmenden inseln nicht von den indianischen menschen?? sind die noch dort? und auch echt aus schilf gebaut?" (steht so in seinem weltatlas...)Baci aus dem wieder verregneten(grrrrrr...)wien

by sorellina

@ Sorellina: Wir haben jetzt noch zwei Nachtfahrten hintereinander. Dann haben wir es fast geschafft.
@ Luca: Ja, auf den schwimmenden Inseln wohnen indianische Leute. Aber nur auf den Inseln in Peru. Wir sind uns aber nicht sicher, inwieweit die nur fuer die Touristen da leben. Jene, die wir gesehen haben, leben sicher nicht da drauf.

by NoUturners

copacabana - klingt gut. damit könnt ihr ja fast angeben. auch der titicaca see kann sichj in eurem lebenslauf sehen lasse. ich kenne ihn nur von den büchern des erich von däniken - da soll es bei den inkas zahlreiche hinweide auf die ausserirdischen götter geben. habt ihr davon was mitgekriegt?
die geschichte mit dem busfahrer ist ja was besonderes - bin aber froh, dass ihr die busfahrt überlebt habt. bitte in zukunft busfahrer, die ihrem 6-jährigen sohn imponieren wollen, zu meiden!!
noch schöne tage in peru. ihr kommt ja jetzt immer näher an den äquator heran!!
ernst

by Ernst

@ Ernesto: Nein, haben von Erich v. Daeniken nichts gehoert. Waren aber nicht so intensiv bei der Sache, weil dir das alles derartig touristisch aufgedraengt wurde, dass wir lieber alleine (ganz Lackermayer ;-)) die Insel durchquert haben (ohne Guide). Du, wenn es nach uns ginge, wuerden wir mittlerweile jede Busfahrt meiden. Geht aber nicht, also haben wir die etwas teureren aber viel besseren Linien gewaehlt. Und ich kanns ja schon verraten: Wir sind seit gestern sogar schon in Ecuador.

by NoUturners

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