Refreshing Vancouver Island
Thetis Lake Campground - Victoria - Sooke Potholes - Thetis Lake, all on Vancouver Island, British Columbia, CANADA
17.07.2010 - 21.07.2010
25 °C
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Map: No U turn
on NoUturners's travel map.
Da fanden wir uns nun wieder auf Deck 5 der riesigen Faehre, die uns von Tssawassen, nahe Vancouver liegend, in die Swartz Bay, auf Vancouver Island gelegen, bringen sollte. Der Grenzuebertritt nur kurze Zeit davor verlief problemlos, nach einer moderaten Wartezeit von 30 Minuten hatten wir die USA verlassen und betraten kanadischen Boden. Auch die Fahrt zum Ferry Terminal verlief reibungslos und so kamen wir schliesslich auch zwei Stunden frueher (!) auf Vancouver Island an als geplant. Die Ueberfahrt war traumhaft, das Wetter spielte mit und die Landschaft war sowieso wunderschoen.


(Nein, kein Einkaufszentrum, nur die Kantine auf der Faehre)
Durch unsere verfrühte Ankunft hatten wir also ausreichend Zeit, uns einen Campground zu suchen. Gefunden haben wir einen am Thetis Lake, ganz im Sueden der Insel. Es zog uns also wieder ans Wasser. Es war zwar ein privater Campground, aber die Zeltplaetze waren von den Wohnmobilen getrennt und so fanden sich die Stellplaetze in einem schoenen Waldstueck wieder. In der Sonne war es schoen warm, im Schatten jedoch ein bisserl frisch. Egal, ein nettes Platzerl war es allemal.

Wir begaben uns umgehendst an den See und somit auch in die Sonne. Es war Wochenende, am Hauptstrand draengte es sich, aber ein paar Meter weiter fanden wir ein ruhiges Platzerl um uns abzukuehlen. Der See war jedoch erstaunlich warm.






Und fuer alle Tierliebhaber unter euch haben wir ein paar der zahlreichen Wildgaense, die diesen See bevoelkern, fotografiert:


Am naechsten Morgen fuhren wir mit dem Bus nach Victoria, nicht nur die Hauptstadt der Insel sondern auch der Provinz British Columbia. Dass Kanada im Gegensatz zur USA immer noch, zumindest formell, unter britischer Krone verwaltet wird, merkt man ganz besonders stark im Zentrum Victorias. Das Parliament House und das Empress Hotel, da wo die Queen immer absteigt, wenn sie auf Besuch kommt (we are certain she is very amused about this place!), wurden wohl direkt aus London importiert.



Als wir anwesend waren, fanden gerade die "Deuce Days" statt, eine Oldtimer-Ausstellung mitten im Zentrum. Fuer alle Autoliebhaber unter euch folgt eine zufaellige Auswahl der ausgestellten Karrossen:






Fuer meinen geschaetzten Schwiegerbruder: Mattschwarze gab’s auch!


Wolfi, auch die Feuerwehr war mit einem Oldtimer vertreten:

Und so sehen sie heute aus:

Wenn wir schon bei der Rubrik “Einsatzfahrzeuge” sind - ein “victorianisches” Polizeiauto:

Wir sind den ganzen Tag herumspaziert, herumgelegen, waren im Kino, in einem Café, haben aber sonst keine besonders spannenden Geschichten erlebt. Wirklich laestig war das ewige Luefterl, welches um unsere Ohren geweht hat. Sonst war das Wetter allerdings wunderschoen.
Beaconhill Park:


Das aelteste Chinatown Nordamerikas, wenn auch sicherlich das kleinste:





Es gibt eine sehr intensive Pubkultur, wie gesagt alles ziemlich britisch hier, die Leute sind daher sehr entspannt:








Uns hat die Stadt sehr gut gefallen, allerding laesst der Zauber ausserhalb des Zentrums etwas nach. Daher war dieser eine Tag fuer einen Besuch ausreichend und wir haben uns von Victoria wieder verabschiedet.


Am zweiten Tag hat der Wind nachgelassen, die Wolken liessen sich aber auch weiterhin nicht blicken. Also auf zu den Sooke Potholes im gleichnamigen Recreation Park. Ein grundsaetzlich sehr kleiner und seichter Fluss, der aber immer wieder von breiten und tiefen Wasserloechern unterbrochen wird. Dies sind die “Potholes” - glasklar und arschkalt! Diesen Tipp haben wir von einem Einheimischen bekommen, der uns am Campground angequatscht hat. Er hat zuerst gedacht, ich sei Franzose, da er einen franzoesischen Akzent in meinem Englisch erkannt haben will. Aber das ist so: Man nimmt ja jedes noch so zweifelhafte Kompliment an, solange dieses bedeutet, dass der deutsche Akzent nicht erkennbar ist. Fuer die Information ueber die Sooke Potholes mussten wir ihm nur seinen i-pod auf unserem Windows-Netbook aufladen (na bitte, sie koennen ja doch miteinander die zwei!). Und dieser klassische Insider-Tipp war goldwert. Es waren kaum Leute unterwegs und die paar wenigen haben sich auf diesem ueber 3 Kilometer langen Abschnitt sehr gut aufgeteilt. Schon der Weg dahin war traumhaft.



Wir waren den ganzen Nachmittag so gut wie alleine. In der Sonne war es warm, die Steine haben sich rasch aufgeheizt, also nix wie rein in die Fluten. Das war anfangs gar nicht so einfach, weil mehr als 12 Grad hatte das Wasser sicher nicht, aber es war so wunderschoen klar und so erfrischend - da musstest du einfach reinhupfen! Und, liebe Leute, es war ein Traum!!!





Margit hat sich anfangs geziert, ist schlussendlich aber zumindest bis zu den Knien im Wasser gestanden:


So ist der Nachmittag sehr rasch vergangen. Erfrischt und unglaublich gut gelaunt sind wir auf den Campground zurueckgefahren. Am naechsten Tag haben wir einen groesseren Spaziergang oder eine kleinere Wanderung unternommen - je nachdem wie man es betrachten moechte. Ein Weg fuehrte direkt vom Campground um den Thetis Lake herum, der ja aus zwei Teilen besteht (dem Lower Lake und dem Upper Lake). Das war groesstenteils idyllisch und wunderschoen:


Und am Ende sind wir wieder in den See hineingesprungen. Und diesmal ist Margit sogar mit den Wildgaensen und den Fischen um die Wette geschwommen.



Zum Abschluss unseres Aufenthalt auf Vancouver Island haben wir uns am letzten Abend noch kanadisches Dosenbier gegoennt. Prost!

Mehr haben wir von Vancouver Island nicht gesehen, die Zeit hatte nicht gereicht. Es gibt hier noch so viele Perlen, was wir uns anhand der gesehenen Plaetze und erlebten Natur sehr gut vorstellen koennen. Diese offenen Punkte haben wir uns fuer den naechsten Besuch aufgehoben. Wovon wir jedoch am allermeisten begeistert waren, war die ehrliche Freundlichkeit und gute Laune wirklich aller Einheimischen, ganz egal wo du diese angetroffen hast. Da standen sogar die immer gut gelaunten Australier und die froehlichen Peruaner im Schatten dieser westkanadischen Frohnaturen.
Am naechsten Morgen hiess es zeitig aufstehen, um eine fruehe Faehre nach Vancouver zu nehmen, um bereits am Nachmittag diese faszinierende Stadt erkunden zu koennen. Die Faehre war puenktlich, schnell und zuverlaessig, das Wetter zeigte sich wieder von seiner besten Seite. Also konnte das Abenteuer Vancouver losgehen. Und wie das war, dass wir ausgerechnet da nicht nur eine traumhaft schoene Stadt sondern endlich das lang ersehnte Wildlife angetroffen haben, erzaehlen wir euch beim naechsten Mal.
Posted by NoUturners 27.07.2010 19:54 Archived in Canada










finds ja immer wieder faszinierend wie du dich vom warmduscher zur richtigen badenixe entwickelt hast... naja wenn man zumindest vom bart und der zukünftigen glatze absieht...;0) B A C I
... und ihr könnt bitte die - da will ich auch mal campen liste- fortsetzen!
28.07.2010 by sorellina