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Laid Back Vancouver (Great Canadian Cities, Part I)

Vancouver, British Columbia, CANADA | Seattle, Washington - Chicago, Illinois, UNITED STATES OF AMERICA

sunny 25 °C
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Willkommen zum ersten Teil unseres kanadischen Staedtereports. Teil eins widmen wir der Pazifikkueste, genauer gesagt Vancouver. Nur vier Tage nachdem wir in der Swartz Bay auf Vancouver Island angekommen waren, sind wir auch schon wieder dahin gewesen. Der Ausblick von der Faehre war der gleiche traumhafte welchige wie jener bei der Anreise, aber diesmal wurde Margit fuendig und hat Wildlife entdeckt. Eine Gruppe gut gelaunter Seeloewen hat die Riesenfaehre begleitet. Ein Galápagos-Flashback hat sie jedoch nicht ereilt, sie blieb gluecklicherweise an Bord und ist den Seeloewen nicht hinterher gesprungen. Ohne Schnorchelausruestung macht eine Begegnung mit Seeloewen ja auch nur halb so viel Spass.

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Den Campground, doch recht weit ausserhalb von Vancouver gelegen, haben wir schnell gefunden. Wieder ein privater Platz, aber trotz Hochsaison war die Zeltwiese komplett leer. Gut fuer uns, so hatten wir eine wunderschoene, grosse Rasenflaeche und einen Picknicktisch ganz alleine nur fuer uns.

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Gleich nach der Ankunft haben wir uns aufgemacht, Downtown Vancouver zu erkunden. Mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln natuerlich, denn wer will im Zentrum Vancouvers schon Parkplatz suchen und auch noch Unsummen dafuer bezahlen? “Ohne uns“, haben wir uns gedacht und waehnten uns als oberschlau. Aber es kam alles anders. Ein Parkplatz bei der Schnellbahn war schwer zu kriegen, die Zugtickets sehr teuer. Gesamtsumme fuer alles zusammen, also Parkgebuehr und Oeffis: 24 Dollar! Wir nehmen es vorweg: Wir haben aus diesem Fehler gelernt und an den beiden Folgetagen sind wir mit dem Auto ins Zentrum gefahren. Wenig Verkehr und Parkplaetze um 10 Dollar fuer den ganzen Tag! Öeffis? Geh bitte! In Nordamerika wird mit dem Auto gefahren!

Genug gequatscht. Wir haben am ersten Tag das historische und wunderschoene Viertel “Gastown” besucht, mit vielen alten Haeusern und einer sehr lebendigen und natuerlich auch sehr touristischen Pubkultur. Wurscht, wir haben uns gleich da das verdiente Bier abgeholt. Und weil der Burger mit Bier viel besser runtergeht, haben wir uns noch ein zweites bestellt. Das dritte hat uns unsere Kellnerin spendiert. Prost und Mahlzeit!

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Vancouver hat einen sehr hohen Anteil asiatischer Zuwanderer. In Chinatown, nach San Francisco das zweitgroesste in Nordamerika, waren wir jedoch nicht, da auf dem Weg von Gastown nach Chinatown die einzige etwas fiesere Ecke Vancouvers liegt (so eine Art “Karlsplatz-Passage“). Mit dem Auto durchgefahren sind wir aber, und zwar am naechsten Tag (wir waren ja wie oben angekuendigt mit dem Auto unterwegs), daher gibt es zumindest ein Foto vom grossen Eingangstor.

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An eben diesem zweiten Tag haben wir das wohl bekannteste und schoenste Wahrzeichen der Stadt erforscht. Alle Vancouver-Insider wissen es bereits: Es handelt sich dabei um den Stanley Park! Am Suedende direkt an Downtown angeschlossen, im Norden dank der Lions Gate Bridge mit North Vancouver verbunden. Zentraler geht’s nicht! Und trotz Schoenwetter, Hochsaison und vielen Touristen verliert man sich schnell mal mitten in diesem riesengrossen Park, der nur ein paar Gehminuten vom Zentrum entfernt so zu beeindrucken weiss wie ein Nationalpark mitten in den Rocky Mountains.

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Aussen herum ist er von viel Kuestenabschnitten und herrlichen Ausblicken umgeben…

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…innen lauern die fuer diesen Park so typischen Racoons. Sehen putzig aus, sind aber verdammt frech. Bisher haben wir sie nur “schlafend“ am Fahrbahnrad gesehen, jetzt endlich “in echt“, ausgrechnet in der Grossstadt Vancouver:

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Wie gesagt, die Lions Gate Bridge fuehrt nach North Vancouer, da wo die Capillano Suspension Bridge, eine weitere Touristenattraktion, haengt (das darf sie auch, weil sie naemlich eine Haengebruecke ist). Auf dem Weg ueber die Lions Gate Bridge, ueber die sehr intensiver Autoverkehr herrscht, hat man wieder hervorragende Ausblicke.

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Auf der Bruecke ist ein Nottelefon installiert, von der man 24 Stunden am Tag eine Hotline anrufen kann, falls man sich einen verzweifelten Sprung in die Tiefe nochmals ueberlegen moechte. So etwas gibt es uebrigens auch auf der Golden Gate Bridge in San Francisco. Eine gute Idee finden wir. Im traditionell morbiden Wien undenkbar, da wuerde man eher Schilder aufstellen wie “Hau di nur owe, es is eh schon alles wurscht!”.

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Wie auch immer, der Weg zur Capillano Suspension Bridge hat sich fuer uns nicht gelohnt. Der Eintritt war uns viel zu teuer, also sind wir wieder zurueckspaziert. Insgesamt sind wir an diesem Tag mehr als 10 Kilometer zu Fuss gegangen. Eine kleine Wanderung kann man fast sagen. Den Rest des wunderschoenen Nachmittags haben wir noch ruhend im Stanley Park verbracht. Margit schlafend, ich lesend.

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Uebrigens, in Downtown Vancouver gibt es offizielle Coyote-Warnungen. Gesehen haben wir dann allerdings “in echt” doch keinen.

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Am letzten Tag haben wir uns intensiv mit Downtown beschaeftigt und siehe da, hier gibt es mitten zwischen den Wolkenkratzern auch wunderschoene und ruhige Wohngegenden.

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Und diese wunderschoene, saubere, ruhige und ueberhaupt nicht hektische Stadt zeigt noch mehr Vielfalt. Strand, Palmen und schneebedeckte Berge - alles innerhalb weniger Kilometer. Faszinierend!

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Die Hochhaeuser haben etwas oeffnendes, wirken ueberhaupt nicht beengend. Und sie sind alle mit verspiegeltem Glas verkleidet, was der Stadt vor allem bei Schoenwetter enen traumhaften Glanz verleiht. Eine Beschreibung faellt schwer, lassen wir einfach mal eine Fotoauswahl sprechen.

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Sogar die kleinen Seitengassen (die "Back Alleys") zwischen den Hochaeusern wirken ungewohnt offen und wenig bedrohlich:

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Den Tag haben wir wieder mit einem kurzen Besuch in Gastown beendet und somit den Kreis geschlossen. Zurueck am Campingplatz hat sich eine Familie waehrend unserer Abwesenheit auf der grossen Wiese in unserer Naehe niedergelassen. Wirklich sehr nette Leute, dennoch wollen wir euch dieses Foto - ganz wertfrei! - nicht vorenthalten:

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Am dritten Morgen hiess es zusammenpacken und auf zur Grenze, wieder zurueck in die USA. Um 14 Uhr mussten wir das Mietauto am Flughafen in Seattle zurueckbringen, um nicht wegen weniger Minuten einen ganzen Tag aufzahlen zu muessen. War der Grenzuebergang nach Kanada eine Woche davor ein Kinderspiel, so stauten wir uns diesmal 90 Minuten lang ueber die Grenze in die USA. Es war verdammt viel los und es war nur eine Spur offen. Die Ironie dabei war, dass der Grenzuebertritt selbst in wenigen Sekunden erledigt war (und somit untypisch amerikanisch war). Kurz den Pass gescannt, die Frage, ob was zu verzollen waere und schon wurden wir wieder in den USA willkommen geheissen. Die Rueckgabe des Autos ging sich gerade rechtzeitig, auf die Minute genau, aus. Seattle und Umgebung waren wiedermal komplett zugestaut.

Da waren wir also bereits am fruehen Nachmittag am Flughafen in Seattle, ein kleiner noch dazu, also nicht viel zu tun hier. Und wir hatten 16 Stunden bis zu unserem Abflug totzuschlagen. Ein neuer persoenlicher Rekord fuer uns beide. Nach dem Motto “Irgendwie gehts immer!” haben wir die Nacht so gut wie schlaflos ruebergebogen und sind um sechs Uhr morgens mehr in den Flieger gekrochen als aufrecht gegangen. Warum wir uns das angetan haben? Eine gute Frage. Wir wollten auf simple Weise Geld fuer ein teures Flughafen-Hotel sparen, das wir noch dazu nur wenige Stunden nutzen würden können - auch wenn das bemitleidenswert aussehen mag.

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Der Flug nach Chicago war puenktlich, angenehm und die Damen und Herren bei American Airlines haben sich als unheimlich freundlich und kompetent herausgestellt. Nur wir beide haben ein bisserl einen zerknitterten Eindruck gemacht - aus den eben genannten Gruenden. Einen Flug hatten wir danach jedoch noch zu ueberstehen, naemlich den Anschlussflug von Chicago nach Toronto. Auch dieser verlief, trotz winziger und daher windanfaelliger Maschine, bestens. Der Abflug von Chicago bei wolkenlosem Himmel mit Blick auf die Skyline und den dahinter liegenden Lake Michigan koennen wir nicht in Worte fassen. Da es keine Fotos gibt, weil die Kamera gut verstaut irgendwo in einem Overhead Locker lag, muesst ihr uns jetzt einfach glauben, dass der Ausblick einfach genial war. Und somit entlassen wir euch aus dem ersten Teil des kanadischen Staedtereports. Wir lesen einander im zweiten Teil, wenn wir mit euch in das bunte und pulsierende Toronto eintauchen werden.

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Posted by NoUturners 18:04 Archived in Canada

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Comments

sehr schön. racoons wurden von mir auch schon im central park von nyc gesichtet. scheinen stadtbewohner zu sein :-)

by H

ohh, sind die aber suess...(ich mein damit natürlich in erster linie die waschbären - ihr kommt natuerlich gleich dadach :0)) da wird bei unserem - mittlerweile vollblut-torwart - das tierherz endlich wieder höher schlagen!! wir verbringen zu ZWEIT!!!! ein woende in wiesbaden, man wird eben bescheiden... BACI

by sorellina

oh ja, dort muss ich auch bald hin

by Irene

@ Irene: Koffer packen und weg mit dir - du wirst es lieben!

by NoUturners

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