A Travellerspoint blog

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Great Otway National Park II - Aire River East

Aire River East, Victoria, AUSTRALIA

sunny 30 °C
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Nachdem wir Johanna Beach verlassen hatten, gings auf den Aire River Campsite East. Wunderschoen gelegen, an der Meeresmündung des Aire River. Es war Samstag Nachmittag und obwohl ein langes Wochenende anstand (am Dienstag, 26.1 feiern hier alle den "heiligen" Australia Day) und sehr viel los war, vor allem zahlreiche Einheimische tummelten sich auf den beiden Campgrounds "Aire River East" und "Aire River West" (durch eine Bruecke getrennt), sind wir gleich drei Naechte geblieben. Wir haben einfach nur entspannt, waren wandern, haben Waesche gewaschen, viel gelesen und das endlich eingetroffene traumhafte Wetter genossen. Untertags wars schoen warm, die Naechte angenehm kuehl.

Ein paar Eindrucke von unserem lauschigen Plaetzchen auf dem eigentlich sehr vollen Campground:

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Die Wanderung zum Escarpment Lookout (wo nix los war, eh klar, die meisten haben am Campground einfach Bier gesoffen):

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Uns gehts ausgezeichnet, falls das bisher nicht klar war:

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Abendspaziergaenge:

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Wir haben uns mit sehr netten, jungen Australieren angefreundet - Josh und Kathy. Die haben so eine Reise wie wir naechsten Herbst geplant. Nur dass sie halt nach Europa kommen. Also unsere Wohnung in Wien ist schon gebucht. Und hier am Aire River gibt es so viele Koalas, man koennte glauben, sie waeren keine der gefaehrdeten Tierarten. Kommentarlos einige Impressionen von Margits neuen Lieblingstieren (und deren Nachwuchs!) oft gleich auf dem Baum neben unseren Auto.

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Aber es gab wieder viele andere Tiere zu bewundern. Ganz besonders gespenstisch kommen die Possums rueber, die nur in der Nacht aktiv aber voellig harmlos sind:

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Und was noch so alles herumkriecht und fliegt:

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So gingen drei wunderbare Tage und Naechte zu Ende. Und als wir beide fruehmorgens am Tag der geplanten Abreise aufwachten, wartete eine ganz besonders schoene Uberraschung auf mich. Ich hatte ja vor lauter Reisefieber komplett darauf vergessen. Margit jedoch nicht. Was eigentlich? Mehr darueber demnaechst.

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Posted by NoUturners 21:34 Archived in Australia Comments (3)

Birthday Dinner

Great Ocean Road - Warrnambool - Penshurst - Dunkeld, all in Victoria, AUSTRALIA

rain 8 °C
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So, bevor ich wieder meine beruechtigte "Dichtung und Wahrheit" ueber euch ergiessen werde, uebergebe ich kurz an Margit, die hat euch allen etwas mitzuteilen (sie macht es so spannend):

Heute ist Christians Geburtstag. Haette ich ihn nicht staendig daran erinnert, er haette ihn wohl vollkommen vergessen. Das ist wohl so in diesem Alter. Nach drei Tagen Entspannung im Nationalpark sind wir heute wieder "on tour". Auch gut, so kann Christian an diesem besonderen Tag seiner Lieblingsbeschaeftigung nachgehen: Organisieren, Tanken, Einkaufen und natuerlich Internet. Und dort hat er endlich mein Geburtstaggeschenk entschluesselt. Er hat sich seine (hoffentlich bald neue) Lieblingsmusik auf den MP3-Player geladen (drei Alben von Sarah Blasko und Eddie Vedders geilen Soundtrack zum ebenso geilen Film "Into The Wild"). Vielen, vielen Dank an Nicole und Carsten (also der Carscht aus Sydney) fuer eure Unterstuetzung - es war eine tolle Ueberraschung (zumindest hat Christian so getan). Nicole und Carscht haben meine Geburtstagsideen in die Tat umgesetzt und die eigentliche Arbeit an dem Projekt getragen. Sehr praktisch fuer mich. Fuer Christian wars schoen, so viele Geburtstagswuensche per E-Mail, Blog und SMS zu erhalten - er sagt ganz lieb Danke. Er hat sich riesig darueber gefreut. Den Abend werden wir nun bei Walnusstorte, "Little Creatures"-Bier und Sternenhimmel (?) verbringen. (Das suedaustralische Kultbier "Westend" gibt's erst ab Adelaide)

Genug gequatscht. Ich, eurer Stamm-Erzaehler, darf wieder übernehmen. Gerührt und mit hochrotem Kopf. Herzlichen Dank allen uebrigens fuer die lieben Geburtstagswuensche. Und es stimmt wirklich, haette mich Margit nicht immer wieder daran erinnert, ich haette beinahe drauf vergessen. Ich bin im Reisefieber, da sind meine Geburtstage zweitrangig. Noch dazu wenn sie hoeheres Alter und weiteren Haarausfall bedeuten. Zur Musik kam uebrigens noch ein T-Shirt von den Australian Open dazu, welches Margit noch in Melbourne heimlich besorgt hatte. Vielen Dank mein Schatz fuer die Muehe und die gelungene Ueberraschung!

Bevor es weiter Richtung Norden ging und wir der Kueste fuer laengere Zeit den Ruecken zukehren wuerden, sind wir noch an der beruehmten und ueberlaufenen Great Ocean Road entlanggefahren. Warum? Ganz ehrlich: es ist einfach wunderschoen hier!

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Danach gab's die bereits oben erwaehnte Geschenkuebergabe von Margit in einem Internet-Café in Warrnambool. Von da aus sind wir von der Kueste weggebogen und nordwaerts ins Landesinnere gefahren und zwar Richtung Grampians Nationalpark. Auf dem Weg dahin haben wir fuer die Nacht (die Wolken wurden immer dichter, abends hat es auch leicht zu nieseln begonnen und es wurde richtig frisch) am Mount Rouse Lookout kurz vor Penshurst ein ruhiges Platzerl gefunden. Schon auf dem Weg hinauf sind uns unzaehlige Wallabys (das sind jene Tiere, die meine Schwester immer Baby-Kaenguruhs nennt - die Geschichte dauert aber laenger) vors Auto und wieder davon weggehuepft. Ein toller Anblick!

Und mittlerweile war es richtig arschkalt. Also nix war's mit Geburtstagsdinner bei untergehender Sonne und lauem Abendluefterl. Stoffjacke, Fleecejacke und Haube waren angesagt. Es war windig und es hatte bei Einbruch der Dunkelheit sicher keine 8 Grad mehr. Aber so konnte ich zumindest meine Routine ausspielen und meinen Geburstag vertraut wie immer bei tief haengenden Wolken, Kaelte und Wind begehen. Aber wir haben es uns gemuetlich gemacht, gluecklicherweise gab es eine ueberdachte BBQ area.

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Bei "Little Creatures" Beer... (die Haube fuers Foto abgenommen)...

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... und spaeter Wallnusstorte romantisch eng (oder auch "kuschelig" - wie man es halt sehen moechte) im Auto:

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(Priko: Hintereinander, nicht gleichzeitig!)

Die Nacht war windig, es war saukalt. Der naechste Morgen immer noch frisch, aber freundlich aufgerissen. Wir waren zeitig munter und haben einen Spaziergang durch den Wald gemacht. Dabei haben wir zahlreiche, riesige Spinnennetze gesehen (und auch gespuert ... uuaaahh) aber auch wieder einige Kaengruruhs gesichtet.

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In der Nacht waren wir ganz alleine. Erst nach unserer Rueckkehr vom Spaziergang und dem zugefuehrten Fruehstueck sind die ersten Morgenbesucher aufgetaucht. Alle mit Kamera bewaffnet, wohl auch auf der Suche nach origineller Wildlife-Erfahrung irgendwo im Nirgendwo. Und kurz bevor wir uns auf den Weg gemacht haben, ist uns das naechste Raetsel erschienen: Ueber Nacht ist in der Tortenschachtel im Mistkuebel wie von Geisterhand (oder Kaenguruhpfote oder Vogelschnabel oder gar ... ? - wir wissen es nicht) ein abgenagter, von rohem Fleisch umgebener Tierknochen aufgetaucht. Uiuiui.

Also nix wie weg! Am Weg hinab auf die Bundesstrasse haben wir noch einen Abstecher zu einem Vulkankrater gemacht. So spektakulaer war er nicht, aber wieder gabs viele Kaenguruhs und viele Wallabys:

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Ach ja, bevor wir es vor lauter Kaenguruhs und Koalas vergessen: Kuehe gibts hier schon auch, sogar ganz schoen viele:

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Und danach gings auf in die Grampian Mountains, gelegen im gleichnamigen Nationalpark, ueber die verschlafene Ortschaft Dunkeld (wo man offenbar seine haesslichen Babies umtauschen lassen kann):

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Und wie war es nun in den Grampians? Es war ein Traum, mehr wollen wir jetzt allerdings noch nicht verraten.

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Posted by NoUturners 20:25 Archived in Australia Tagged food Comments (1)

"The Grampians" - Close To Perfection

Grampians National Park - Cherrypool - Grampians National Park - Natimuk, all in Victoria, AUSTRALIA

sunny 30 °C
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Der Tag nach dem kalten und verregneten (beinahe bin ich versucht zu schreiben "vereisten", aber da fuehlt ihr euch zuhause sicher zurecht verarscht) Geburtstagsabend durften wir die beiden naechsten Tage die geniale Erfahrung der Grampian Mountains machen. Herrliches wolkenloses Hochdruckwetter und ein mitten im Flachland liegender von wunderschoenen Felsformationen dominierter Gebirgszug.

Zunaechst gab es ein Picknick am Lake Bellfield. Ein paar Voegel haben uns dabei begleitet:

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Viele Ausflugsziele boten sich an. Dank der ueberstandenen Sommerferien wirkte von einem Tag auf den anderen alles wie ausgestorben - auch hier im eigentlich sehr populaeren Grampians National Park. Groesstenteils ganz alleine ist man hier in einer skurillen aber ueberwaeltigenden Gebirgslandschaft gefangen. Fuer die nun folgende Wanderung ein herzliches Dankeschoen an Simi und Chris.

Der "Wonderland Grand Canyon Walk" zum Pinnacle Lookout. Technisch anspruchsvoll und steil, aber kurz (5,5 km return) und wunderschoen (haben wir aber eh irgendwie schon zum Ausdruck gebracht, oder?)

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Im Jahr 2006 tobte hier in diesem Teil des Nationalparks ein verherrendes Buschfeuer. Interessant zu sehen, wie rasch sich die Natur davon, nur etwas mehr als drei Jahre spaeter, nicht nur wieder erholt hat sondern dieses Feuer als Initialzündung für neues Wachstum genutzt hat. Asche als neuer Lebensspender, ist wirklich so.

Einmal ueber die Rinde drueber und die Finger sind schwarz:

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Aber wie gesagt, alles waechst nach und gedeiht wieder:

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Auch die Liebe:

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Beim (Haltungs)turnen:

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Am spaeten Nachmittag fuhren wir noch zum Reed Lookout und den Balconies:

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Ja, Australien ist auch im Sommer sehr gruen! Uebernachtet haben wir jedenfalls außerhalb des Nationalparks im Cherrypool Highway Park, gelegen direkt neben dem nur sehr spärlich befahrenen Henty Highway. Eine wunderschoene, grosse Rest Area. Hat uns sehr gefallen, vor allem war da gar nix los:

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Der naechste Tag fuherte uns wieder in den Grampians Nationalpark. Es war wieder ein praechtiger Tag, noch heisser als am Vortag und alles noch viel schoener. Zum Aufwaermen waren wir zunaechst beim Zumstein Homestead. Verlassene und verfallene Ferienhaueser aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts, zu einer Zeit als Australien noch nicht mal annaehernd so erschlossen war wie heute. Und da spielte sich folgendes ab, hört gut zu: Ein visionaerer Mann, der Herr Zumstein, hat sich da in den Grampians niedergelassen, sich eine Bienenfarm angelegt und den Honig mit dem Fahrrad an die "Nachbarn" verteilt. Romantische Vorstellung? Vielleicht. Aber vergesst nicht, asphaltiert war damals noch nix. Doch der Mann hatte Visionen und hat sich bald danach sein zweites Standbein geschaffen: Ferienhaeuser. Noch heute sieht man die Ueberbleibsel davon. Die Haeuser sind zwar schon stark verfallen, aber man kann sich noch sehr gut vorstellen wie sich das frueher hier abgespielt hat. Uns hat es hier sehr gut gefallen.

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Danach sind wir zu den MacKenzie Falls aufgebrochen. Sehr touristisch, aber wunderschoen. Ganz runter ins Tal gings ueber 264 beschwerliche Stufen (die Aufmerksamen unter euch werden mitgedacht haben: hinauf muessen es eigentlich wieder so viele gewesen sein). Und am Weg hin und retour gabs viel zu sehen.

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Danach hatten wir beide Hunger. Gemeinsam mit hundertausend Fliegen wurde eine Jause an der Mount Zero Picnic Area eingenommen. Und allen sei hiermit versichert: Ja, wir haben uns immer noch lieb!

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Und es wird hier alles immer steppenaehnlicher:

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In der Zwischenzeit stand die Sonne hoch und strahlte heiss vom Himmel herab. Passend dazu folgte der Hoehepunkt des Tages und zwar der Aufstieg auf den Hollow Mountain ganz im Norden des Nationalparks. Technisch noch weitaus anspruchsvoller als die Wanderung vom Vortag (wir mussten teilweise klettern), aber dafuer war sie ein Stueck kuerzer (2,2 km return). Der Aufstieg hatte sich gelohnt. Ausserdem war sonst keine Menschenseele unterwegs. Auch fuer diesen Tipp wieder ein herzliches Dankeschoen an Simi und Chris!

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(Yeti?)

Zum Abschluss haben wir uns noch die Aborigines-Staette Gulgurn Manja angesehen. Tatsächlich mystisch oder nur Einbildung?

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Und Tiere gabs wieder, ein Echidna gefaellig?

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Riesiger Ameisenhaufen:

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Zurueck am Parkplatz: Immer noch staubig, immer noch heiss:

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Wir waren erschoepft. Aber die zwei Tage in den Grampians haben uns sehr stark beeindruckt. Das Wetter war traumhaft, wir waren sehr oft komplett alleine unterwegs, ohne weiteren Kontakt zu anderen Reisenden und wir haben dabei traumhafte Ausblicke und Eindruecke erlebt. Also haben wir uns von diesem faszinierenden Flecken Erde verabschiedet und unsere Reise in westlicher Richtung fortgesetzt. Uebernachtet wurde somit bereits einige Kilometer weiter am Lake Natimuk - nur war in eben diesem kein Wasser drinnen. Schilder wie dieses wirken daher ganz besonders skurill:

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Abendstimmung am See ohne Wasser - eh auch nicht schlecht (nur wars windig und daher arsch- und kalt!):

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Und es blieb windig und abends frisch (auch wenn untertags die Sonne vom Himmel brannte). Auf unserem Weg lag der Coorong Nationalpark, direkt an der Kueste, gar nicht so weit suedlich von Adelaide gelegen. Viel Wildlife sollte es da geben, ausgetrocknete Salzseen und tolle Landschaften. Wir waren neugierig. Seid ihr es auch?

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Posted by NoUturners 21:17 Archived in Australia Comments (3)

Coorong National Park

Edenhope - Naracoorte - Kingston South East - Coorong National Park - Mannum - Murray River Reserve, all in South Australia, AUSTRALIA

sunny 30 °C
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Noch von den Eindruecken in den Grampians benommen haben wir uns auf den Weg raus aus dem Bundesstaat Victoria gemacht und uns hinein in den Bundesstaat South Australia gewagt. Dafuer mussten wir folgendes tun: Unsere Uhr um eine halbe Stunde zurueckstellen - ja, ihr lest richtig: 30 Minuten und unser ganzes Obst aufessen, weil das nicht mitgenommen werden darf. Nur: an der Grenze hat eh niemand kontrolliert. Die Fahrt vom Lake Natimuk nach Westen ging via Edenhope zur Grenze, danach ueber Naracoorte (wo wir gefruehstueckt haben) nach Kingston South East immer alles gerade aus durch Steppe, ueber schlechte Strassen und ueberhaupt wars heiss und ausserdem raunzen Oesterreicher gerne. Aber sonst geht's uns noch ganz gut.

Sehr frueh haben wir im Coorong Nationalpark am 42 Mile Beach einen wunderschoen schattigen Platz gefunden. Der war aber eh sinnlos, weil es derartig windig war, dass sogar Margit in die Sonne gefluechtet ist. Schlauerweise haben wir deshalb Waesche gewaschen, da diese bei diesem Wind auch im Schatten im Handumdrehen getrocknet war. Und wir haben dafuer unser Prinzip aufgegeben, fuer Uebernachtungen nichts zu bezahlen. Ganze fuenf Dollar haben wir fuer die Uebernachtung hingeblaettert. Laut Adam Riese sind das 2,50 Dollar pro Kopf und Nase (und Mund und Ohren und Hals und 1,25 Dollar pro Arm und 1,25 Dollar pro Hand und Fuss und .... aber ihr wisst was wir meinen).

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Ach ja, gleich bei der Ankunft haben wir zwei Emus gleich neben unserem Auto gesehen. Die Zufahrtsstrasse (ich sage nur 4WD!) war staubig, die Bremsen brauchten etwas laenger, um zu greifen und der Fotoapparat war nicht gleich gefunden. Ja, und da waren sie auch schon auf der Flucht, die Riesenvoegel. Elegante Tiere in der Tat!

Und gleich der naechste Schock, ein "schlafender" Papagei und ein paar "spielende" Ameisen (erst ab 18 Jahren, ihr kennt die Regeln mittlerweile!):

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Danach Motorcheck. Emanzipiert geteilt: Sie prueft Oel, er fuellt nach:

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Es folgte der Strandcheck. Urteil: Wunderschoen aber windig, windig, windig, windig, windig...

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Danach Essens- und Biercheck:

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Danach Abendstimmungscheck:

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Während der folgenden, mysteriösen Nacht lief wieder etwas mehrmals ueber unser Autodach. Ein Possum, ein Vogerl, gar ein Serienkiller? Morgens waren die Spuren verwischt, wir beide um ein ungeloestes Raetsel reicher.

Am naechsten Tag haben wir den Nationalpark verlassen. Am Weg hinaus hat Margit die wunderschoenen Salzseen perfekt eingefangen:

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Nach langer Fahrt sind wir schliesslich im Laufe des Nachmittags am von Fliegen verseuchten Murray River Reserves (in Mannum kurz vor Adelaide) eingetroffen, wo wir schliesslich auch genaechtigt haben. Viele Fliegen - ergo viele Voegel:

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Der Uebernachtungsplatz war nichts Besonderes aber fuer eine Nacht durchaus brauchbar:

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Der naechste Stopp galt wieder urbanem Gebiet. Adelaide war an der Reihe, eine auf den ersten Blick sehr unspektakulaere Stadt. Aber es spielten eine Reihe von Faktoren eine Rolle, dass diese Stadt schlussendlich einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Davon mehr in unserer naechsten Geschichte - diese dann aus der Hauptstadt South Australias.

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Posted by NoUturners 21:39 Archived in Australia Comments (3)

Yes, We Did Like Adelheid A Lot

Adelaide, South Australia, AUSTRALIA

sunny 33 °C
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Es war Sonntag Mittag und wir hatten bereits Adelaide erreicht (benannt nach der deutschen Gemahlin Adelheid des englischen Koenigs George oder James oder so des III. oder IV oder eines anderen halt, so genau hat es uns auch wieder nicht interessiert). Unsere Unterkunft war etwas ausserhalb des Zentrums, aber gut mit dem öffentlichen Bus zu erreichen. Ein ruhiger, verschlafener Campingplatz im "Brownhill Creek Recreation Park" (dass dieser Creek im Sommer kein Wasser fuehrt, braucht man nicht extra erwaehnen), voll ausgestattet aber verdammt guenstig. Ein Schnapperl quasi.

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Schon Tage davor war es endlich richtig Sommer (ja, Rudi Carrell, wie frueher) und das hat sich auch in Adelaide fortgesetzt. Wolkenloser Himmel, allerdings wars am ersten Tag (und auch in der Nacht danach) richtig windig. Nach einem nachmittäglichen Stadtbummel durchs Zentrum waren wir wieder einmal im Kino ("Nine" mit Daniel Day Lewis) und danach im British Pub "Elephant" wo wir uns nach einem herzhaften Burger die Abendstunden mit dem Finale der Australian Open und somit auch mit Roger Federer versuesst haben. Unterstuetzt hat uns dabei ein Schweizer Paerchen, schliesslich waren die Australier in der Mehrzahl Anhaenger des schottischen Gegners Andy Murray (die spinnen, die Australier, besinnen sich aber offenbar sehr gerne ihrer Wurzeln). Sandra und Christoph, es war sehr nett, euch kennengelernt zu haben. Wir sehen einander bei den US Open? Gute weitere Weltreise euch jedenfalls!

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Langer Rede kurzer Sinn: Die Australian Open haben fuer uns mit einem Wunder begonnen (wir berichteten) und mit Rogers Triumph geendet. Ich weiss, die meisten von euch gieren ganz sicher nach Eindruecken davon. Also bitte ,wenn ihr es so wollt:

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Verlierer Murray kaempfte mit den Traenen, schob aber die Meldung des Abends ("I can cry as good as Roger but it's a shame I can't play like him"):

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Roger lacht darueber, aber wohl auch ein bisserl ueber seinen Pokal:

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Danach war ich so fertig, dass ich im Bus die Sondersitze aufsuchen musste:

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A pro pos Bus. Wir hatten bei den Fahrten vom Campingplatz in die City und retour insgesamt drei Busfahrer und eine "-in". Am nettesten und hilfreichsten waren die boesen, boesen Auslaender (in diesem Fall Inder). Wir hatten wohl Glueck, denn normalerweise sind ja die Auslaender die Boesen - bei uns in Oesterreich ist das ja auch so. Bitte, ich weiss ja nicht, der H.C. sagt das jedenfalls. Aber jetzt eh wurscht, wir haben ja das Privileg, uns auch die folgenden sieben Monate eben nicht ueber den politischen Kleingeist unseres heimatlichen Zwergenstaates aergern zu muesen.

Am Montag haben wir uns ausgiebig dem wunderschoenen Adelaide gewidmet. Auf den ersten Blick farblos und ohne Hoehepunkte, entpuppte sich diese Stadt als sonnig, gruen, ueberschaubar, ohne jede Hektik und gepraegt von hoher Lebensqualitaet. Zum Zeitpunkt unserer Anwesenheit war es etwas schwuel, aber schliesslich leicht auszuhalten.

Eine exotische aber ruhige Oase: Der Botanic Garden.

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Es gibt nix was es nicht gibt: Lange Jeans im Februar in South Australia!

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Schoene, alte Gebaeude saeumen die Strassen:

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Das Herzstueck, die Fussgaengerzone "Rundle Mall":

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Montag Abend waren wir wieder im Kino (die urbane Infrastruktur nutzen, so oft haben wir das ja nicht) und haben uns mit "The Road" das Gegenstueck zu unseren sonnigen Tagen reingezogen. Fast sind wir ja zu gut aufgelegt. Da muessen die Endorphine mit duesteren Filmen etwas zurueckgeschraubt werden.

Uebrigens: Tiere gab's am Campingplatz auch. Meine Lieblinge: ein siebenkoepfiger Entenschwarm. Sie sind mir staendig nachgelaufen und hatten mich beinahe um den Finger gewickelt. Aber dann haben sie unsere Mistkuebel durchstoebert und schoen rund um unser Auto verteilt. Umgehend habe ich sie scharf darauf hingewiesen, dass das so nicht geht. Jetzt sind wir wieder gut. Aber dass man immer erst schimpfen muss.

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Und es gab auch wieder Koalas. Diesmal haben wir sie anfangs nur gehoert, das laute Grunzen (das gar nicht zu diesen lieblichen Geschoepfen passt, sondern eher an eine sehr laute Mischung aus Wildschweingrunzen und Hirschroehren erinnert) war abends immer wieder zu vernehmen. Aber morgens, kurz vor der Abreise lief doch noch einer ueber den Platz. Tollpatschig, naiv-vertraeumt. Und mit einem Klischee wollen wir auch aufraeumen. Vergesst die zwei Marionetten im Schoenbrunner Zoo! Koalas bewegen sich durchaus haeufig, laufen auch am Boden rum und springen von Ast zu Ast (nicht wie Affen, aber immerhin doch). Wir haben davon Videobeweise, die wir euch aber erst nach der Reise zur Verfuegung stellen koennen.

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Fuers Erste muesst ihr euch nun wieder von den urbanen Geschichten verabschieden. Denn fuer uns und somit auch fuer euch hiess es, nordwaerts zu ziehen. Schoen langsam aber doch Richtung Outback. Und auf dem Weg dahin haben wir wieder eine australische Perle entdeckt. Ihr wisst schon: eine Nacht geplant, drei geblieben. Neugierig? Der naechste Eintrag kommt bald!

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Posted by NoUturners 19:10 Archived in Australia Comments (2)

Into The Wild (feat. Warren Gorge)

Dublin - Port Parham - Port Augusta - Quorn - Warren Gorge, all in South Australia, AUSTRALIA

sunny 30 °C
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Ausgestattet mit dem passenden Soundtrack zum gleichnamigen Film (siehe Betreff) haben wir uns von der kleinen Grosstadt Adelaide verabschiedet und uns in die Wildnis begeben. Zunaechst noch quaelenderweise mitten durch Adelaides Zentrum und Berufsverkehr, bald aber wurde der Highway immer leerer und alles ein wenig karger. Nach Norden fahrend haben die Flinders Ranges langsam begonnen, sich rechts von uns (fuer alle zart besaiteten Geographen unter euch: ja ich weiss, das heisst auf richtig "oestlich") aufzurichten, um uns die naechsten Tage zu begleiten.

In Port Parham (noerdlich von Dublin, nein nicht DAS Dublin) haben wir uns fuer die Nacht niedergelassen. Der Himmel war in Wolken getaucht, es war leicht windig und schon recht schwuel. Die Fliegen haben sich zurueckgehalten (aber dafür am naechsten Morgen so richtig zugeschlagen!). Es waren noch drei andere Camper anwesend (und ein junger Hund mit stechend gruenen Augen und zerzausten Ohren - sah aus wie ein Gespenst war aber sonst sehr lieb). Der Platz lag direkt hinter einer Sandduene keine 10 Meter vom Strand entfernt. Aber die ganze Atmosphaere war eigenartig. Der Strand war von unzaehligen Blaettern bedeckt, nicht sehr ansehnlich und die Gebuesche rundherum waren von Mause aehnlichen Tieren bevoelkert (Quokas oder verwandte Nager dieser Art), die uns waehrend des Abendessens begleitet haben. Und ein Gewitter zog neben uns (fuer alle, die es genau wissen wollen: suedwestlich) am Horizont ueber das Meer hinweg. Am naechsten Morgen war uebrigens Ebbe und da das Wasser hier wohl nicht sehr tief ist, war von eben diesen kaum mehr was zu sehen.

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Der Tag danach: Wie gesagt viele Fliegen, daher nur kurzes Fruehstueck und eine lange Fahrt ueber Port Pirie bis nach Port Augusta. Eine nicht unbedingt schmucke Stadt aber einen grossen Supermarkt und eine halbwegs guenstige Tankstelle hatte sie. Und weil unsere Klimaanlage ins Autoinnere Wasser verloren hat, haben wir auch gleich eine Autowerkstatt aufgesucht. Nach anfänglichen Zögern hat der anwesende Mechaniker unsere Scarlett etwas genauer unter die Lupe genommen. Liebevoll hat er sich des verstopfen Abflusses der Klimaanlage, die das Tropfen in das Wageninnere verursacht hat, angenommen und nebenbei auch eine undichte Stelle in der Ölwanne festgestellt ("You have a nasty oil leak there"). Auch dies hat er mehr oder weniger einer Reparatur unterzogen. Die 40 Dollar dafür hat er quasi schwarz kassiert, aber wir konnten zufrieden ins Outback aufbrechen.

Es ging weiter nordwaerts, genauer gesagt bis zum sehr netten aber ueberaus ruhigen Staedtchen Quorn und noch genauer gesagt bis zur Warren Gorge. Eine wunderschoene Schlucht, eine riesige Lichtung zum Campen und kein Mensch da! Da hatten wir die Qual der Wahl bei der Platzsuche. Bei der Ankunft hatte es leicht geregnet, also haben wir uns ein Platzerl unter Baeumen gesucht, an denen wir unsere Plane befestigen konnten (Calle, danke noch immer fuer die schottische Inspiration). Die Baeume wirkten sicher (es gibt ja auch einige, da weiss man nicht, ob da bald ein Ast runtergekracht kommt), die Plane war rasch fixiert. Es wurde gekocht und gegessen und danach die Plane fuer die kommende Nacht nochmals besser abgespannt. Eben so, dass sich kein Wasser sammeln konnte. Bloed nur, dass es kurz danach zu regnen aufgehoert und nicht mehr begonnen hatte. Dafuer raschelte die Plane nun beim kleinsten Luefterl, was wiederum beim Schlafen stoerte. Also eben wieder aufgestanden und ganz runter mir ihr.

Am Tag danach und auch während der folgenden Tage herrschte wolkenloses und heisses Hochdruckwetter. Ein ordentlicher Sommer halt! Andere Camper gabs nicht, wir hatten die riesige Schlucht ganz alleine fuer uns - sieht man vom letzten Abend ab, als ein paar australische Bauernluemmel mit ihren mehr oder weniger auffrisierten (aber eigentlich schaebigen) Kisten ein paar Wettfahrten machten. Die Australier sind ueberhaupt ein sehr einfaches (aber stets blendend aufgelegtes) Volk, da sind aufgemotzte Schlitten und die dazu gehoerenden Wettfahrten durchaus ein kultureller Hoehepunkt am Wochenende.

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Wir wollten eigentlich nur eine Nacht bleiben, da wir zum Flinders Ranges National Park weiter wollten. Aber der war in dieser Woche nur limitiert besuch- und becampbar ("Animal Control" nennen hier die Aussies euphemistisch das Abschiessen von zu vielen Ziegen). Also sind wir in der Warren Gorge ganz einfach laenger geblieben, naemlich drei Naechte. So hatten wir Zeit fuer die Waesche (also fuer uns selbst und auch fuer die Textilien darueber), zum Lesen, fuer eine tolle Wanderung und ueberhaupt fuer die Seele. Verbarrikadiert hinterm Kachelofen, den Gluehwein in Haenden haltend, habt ihr ja so gar keine Vorstellung davon wie stressig so eine lange Reise sein kann. Wir liessen die Seele jedenfalls baumeln (nur das Bier und der Wein gingen uns aus, also gabs einfach mal Wasser, manchmal muss man halt auf Luxus verzichten).

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Nicht nur unsere Seelen, auch ein Paar Schuhe baumelte:

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Die Wanderung entlang des "Warren Gorge Loop Trails" war ein kurzer und einfacher Rundweg mit tollem Ausblick auf Fauna und Flora bis hin zum Smoke-Oh Lookout (ja, der heisst wirklich so):

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Vor diesem Kollegen wuerde sich sogar Thekla die Spinne fuerchten.

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Ein Lizard. Wo ist hinten? Wo ist vorne?

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Gewohntes Bild: Im Bach kein Wasser:

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Exkurs fuer alle Sternengucker unter euch: Also ich bin ja ein Kind der Stadt, da kenne ich einen klaren Sternenhimmel grundsaetzlich nur vom Hörensagen. Aber auch Margit, von Kindheit an mit klarem, laendlichem Sternenhimmel verwoehnt, kommt ob des unglaublich faszinierenden astronomischen Anblicks der Suedhalbkugel ins Schwaermen. Etwas, was man nicht beschreiben und nicht mit der Kamera festhalten kann. Traumhaft!

Naechtens hoerten wir auch Fledermaeuse und das Gehopse der untertags verschreckten Yellow footed Rock Wallabys (gesehen haben wir sie aber leider nie). Und fruehmorgens gabs immer viel Tierbesuch: Von inflationaer vielen Kaenguruhs, der laut jammernden schwarzen Kraehe (muss von Oesterreichern eingefuehrt worden sein, das Gekraechze klingt nach einem einzigen furchtbaren Jammern), einer laut bloekenden Schafherde sowie vom froehlich-kecken Gelaechter des Koockabooras (letzterer hat uns auch abends immer in den Schlaf gelacht)! Der Baum neben uns hatte eine 24-Stunden-Schicht und hat gequietscht wie ein nicht geoeltes Scharnier. Und die Fliegen konnten wir mit den bereits davor besorgten Fliegennetzen in Schach halten. Australische Natur wie sie leibt und lebt.

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Auch dies ein komisches Tier. Haseneichhoernchenschweinchen? Wer hat Vorschlaege?

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Und somit veraschiedeten wir uns von drei Tagen und Naechten voller Ruhe und wunderschoener Landschaft wieder Richtung Quorn, von wo wir in den Flinders Ranges National Park aufgebrochen sind. Ein Stueck Natur, eigentlich fast irgendwie schon im Outback liegend - oder zumindest knapp an der Grenze zu eben jenem. Es wurde heisser, trockener und noch beeindruckender. Davon mehr im naechsten Bericht.

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Flinders Ranges National Park

Quorn - Flinders Ranges National Park - Parachilna Gorge, all in South Australia, AUSTRALIA

sunny 42 °C
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Endlich mit Sommer ausgestattet (es hatte bei immer noch wolkenlosem Himmel nun auch an die 40 Grad!) gings von Quorn aus noch ein kurzes Stueck durch steppenartige Gegend Richtung Flinders Ranges National Park. Es war nichts los, obwohl Samstag war. Die Ferienzeit war vorbei und nur wenige Idioten (so wie wir) wagen sich im Hochsommer ins Outback. Aber was solls, irgendwie wir sind halt auch nur Touristen. Auf dem Weg spielte es sich aber ab. Wir haben einen mehrere Adler gesehen. Elegant und sehr scheu. Leider zu schnell fuer ein Foto. Und dann kamen sie endlich vermehrt aus ihren Verstecken: Die Emus!

Margit war fasziniert, die Koalas vergessen:

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Im Flinders Ranges National Park ebenfalls tote Hose. Gut so, zu viele Touristen verderben das Wildlife. Also gings auf einer anspruchsvollen aber problemlos zu befahrenden 4WD-Strecke (durch ausgetrocknete Flussbetten und steile Anstiege aber halt alles trocken) zu einem abgelegenen Campingplatz namens Acraman. Gleich neben dem Klo hatte ein Goanna sein Erdloch aufgeschlagen und wir unsere Fliegennetze aufgesetzt. Trotz letzterem hat es uns hier ausgezeichnet gefallen.

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Nach dem Essen sind wir zu einem Abendspaziergang aufgebrochen (ohne Fliegennetz ging aber gar nix):

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Australisches Recycling (Schuhe verfaulen wohl mit der Zeit):

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Als die Fliegen nach dem Betthupferl ins Bett mussten, gings besser:

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Und der Sternenhimmel war noch schoener als an den Tagen davor. Am naechsten Morgen sind wir zu einer Wanderung auf den Ohlsen Bagge Lookout mit traumhaften Blick ins Wilpina Pound, eine kesselartige Huegelformation, gestartet. Eine technisch anspruchsvolle Wanderung aber recht kurz (5,5 km return) jedoch bei 40 Grad. Interessanterweise gings uns ausgesprochen gut dabei. Vielleicht deshalb, weil es sich um trockene Hitze mit nur wenig Luftfeuchtigkeit gehandelt hat. Am Gipfel wurde wieder die Ottakring-United-Fahne gehiest (Jungs, passt euch das so? Wuerdevoll? Ich gebe mein bestes hier!):

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Wie gesagt, wir haben beide durchgehalten, nur Margits Schuhe wollten nicht mehr:

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Nach der Wanderung fuhren wir noerdlich aus dem Park raus, weiter Richtung Outback. Die Temperaturen stiegen (durchaus ueber 40 Grad, aber ohne Thermometer wissen wir es nicht so genau). Wirklich schlimm war der plötzliche Anstieg der Luftfeuchtigkeit. Aber es gab wieder Emus.

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Eine Jause in einem ausgetrockneten Flussbett am Youngoona Campground haben wir uns auch noch kurz gegoennt.

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Und nun wieder was fuer die Sammlung ab 18 Jahren: Ein Kaenguruh in verschiedenen Verwesungsstufen, auch ein Emu musste dran glauben. Bitte, wir warens nicht!

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Abends, bei extremer Schwuele (mehr als hundert Prozent, geht das?) und Tiefsttemperaturen von 26 Grad (so um 5 Uhr frueh, kurz bevor die Sonne wieder aufging) eine kaum auszuhaltende Nacht in der Parachilna Gorge. Wunderschoen aber viele Fliegen (jaja, wir wollten es ja unbedingt so). Aber naechtens wieder Fledermaeuse und morgens wieder Schafe. Fast wie im Zoo kann man sagen.

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Falls das irgendjemanden interessiert: Margit nennt mich seit kurzem "Tricolore", da sich neben meinen vielen schwarzen Barthaaren nun auch ein paar rote und immer mehr weisse schummeln. Ui. Aber nun wieder zur Sache: Die Fahrt ins Outback stand an, ab nun wirklich und echt. Trotz sensationeller Landschaft und absoluter Einsamkeit lief nicht alles so wie wir uns das vorgestellt haben. Also haben wir improvisiert und den Plan geaendert. Warum? Was war passiert? Ein wenig Geduld bitte, der naechste Eintrag wird alles aufklaeren.

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Posted by NoUturners 18:11 Archived in Australia Comments (3)

Outback Test Drive

Leigh Creek - Lyndhurst - Maree - Birdsville Track - Clayton Station - Birdsville Track - Maree - Lake Eyre - Roxby Downs - Pimba - Lake Windabout, all in South Australia, AUSTRALIA

sunny 40 °C
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Bevor wir unsere wilde Geschichte aus dem Outback starten, gleich mal vorab unser Hitze- und vor allem Luftfeuchtigkeitsgestaendnis: Ab 40 Grad bei gefuehlten 269 Prozent Luftfeuchtikeit, Windstille, Fliegenhorden und staendiger Suche nach trinkbarem Wasser hoert sich auch bei uns die Faszination Sommer auf (Liebe Mama, merk dir das. Wenn du willst, kannst das das eines Tages auch mal gegen mich verwenden). Wir hatten geplant, auf unbefestiger Strasse von den Flinders Ranges ueber Leigh Creek, Marree und Willams Creek nach Coober Peddy zu fahren und dann auf dem asphalierten Stuart Highway wieder in den Sueden zu duesen. Übernachten wollten wir die ersten Nacht am Clayton Station Campground (fuer alle Australien Insider: am verwegenen "Birdsville Track" liegend) und die zweite Nacht um Coober Peddy herum. Aber das ist euch wohl eh wurscht, und das passt auch so, denn es kam sowie alles ganz anders.

Das Wichtigste zur Info vor eurer Reise mit uns ins Outback mal vorab: Im Outback gruesst man einander und echte Truckerfahrer (und wir zaehlen uns da jetzt dazu) erst recht.

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Froh, endlich die Parachilna Gorge und die hiesigen noch nicht ganz lieb gewonnenen Fliegen hinter uns lassen zu können, sind wir weiter gefahren. Es war heiss, heiss, heiss und doppelt so schwuel wie heiss (heiss, heiss). Dabei soll in der Wueste ja eigentlich trockene Hitze vorherrschen. Den Grund fuer die feuchte Luft hat mir eine suesse Schnitte an der einzigen Tankstelle in Leigh Creek erzaehlt: Ein Tropensturm in Queensland zieht landeinwaerts und bringt Regen und Gewitter mit. Das kommt erst in zwei Tagen hier her (also nach Leigh Creek und Umgebung, also quasi in die Umgebung der Flinders Ranges) aber die feuchte Luft ist jetzt schon da. Gut, also dass wir froh gewesen waeren, wenn sich diese Luftmassen mehr Zeit gelassen haetten, werden sich die schlauen Leser unter euch schon gedacht haben. Aber das konnten wir auch nicht mehr aendern, wir waren ja schon unterwegs.

Und damit euch beim Lesen nicht ganz langweilig wird, gibt's eine eine wilde Geschichte von der Fahrt. Ich habe meinen ersten Vertreter der hiesigen Fauna "geschnupft". Keine Angst Mama, es war kein 200 kg schweres Kaenguruh sondern nur ein Lori (gruen war er jedenfalls, eigentlich ein schoener), der im Schwarm fliegend einer gewissen Gruppendynamik unterlag und als einziger der nahenden Windschutzscheibe nicht mehr ausweichen konnte. Also das muss mir erst einer nachmachen. Einen Vogel erwischt du naemlich nicht so leicht. Aber ich habe ja auch ein Herz und kein Fleischlaberl: Das arme Viech war hoffentlich gleich tot.

So, atmet mal durch. Ich weiss, den Sensiblen unter euch ist jetzt sicher ein wenig uebel geworden. Aber keine Verschnaufspause fuer euch. Der wilde Ritt durchs Outback ging weiter. Auf der Fahrt haben wir kurz einen Abstecher zu den Leigh Creek Coalfields gemacht. Neben den faszinierenden Minenaushebungen standen da auch echte Maennerfahrzeuge rum (Calle, was fuer dich!).

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Sonst war die Landschaft gar nicht so staubig trocken wie man das vielleicht glauben koennte. Einfach ein paar Eindruecke von der Fahrt Richtung Norden, danach oestlich und schliesslich wieder westlich. Die Erklaerung, was doch alles anders lief und warum, folgt danach. Alle, die das doch nicht so genau interessiert, koennen aussteigen und haben trotzdem ein paar Fotos gesehen.

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Dass die Wolken an diesem Tag ein ganz besonders faszinierendes Bild abgaben, haben wir auch mit einigen Fotos festgehalten:

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In hundert Kilometern Umkreis kein Toiletterl, nicht mal ein Plumpsklo.

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Also darueber, wie wir fahren wollten, wurdet ihr ja schon im unheimlich langweiligen Eröffnungsabsatz informiert. Beim Campground "Clayton Station", die damit wirbt, an einer heissen Quelle zu liegen, haben wir beschlossen, den Fahrplan zu aendern und noch am gleichen Tag die Outback-Runde fertigzufahren und abends irgendwo auf einer Rest Area am Stuart Highway zu uebernachten. Also kein Lake Eyre und kein Coober Peddy. Denn das war so: Am Campground wars vor allem heiss und schwuel (haettet ihr nicht gedacht, oder?), es regierten hunderttausend Fliegen und vor allem: Nicht ein winziger Schatten. Und die heissen Quellen (man konnte da tatsaechlich ein Bad nehmen) waren unter diesen Bedingungen doch auch nicht so ansprechend. Die Fahrt dahin und auch wieder retour (gesamt 100 km Umweg auf einer unbefestigen Strasse) war aber sehenswert. Und wir fuehlten uns auch als echte Offroad-Fahrer, auch wenn der 4WD nicht aktiviert werden musste.

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Von Marree aus gings zwar wie geplant Richtung Bobeechee beim Salt Lake Eyre, aber statt gerade nach William Creek weiterzufahren haben wir uns entschieden, einfach links abzubiegen (also fuer die Geographie-Fetischischten unter euch: Sueden!) und zwar nach Roxby Downs. Ab da war die Strasse wieder asphaltiert und es war auch nicht mehr weit auf den Stuart Highway. Der erste Ort neben eben diesem hiess Pimba und gleich ums Eck quasi lag ein wunderschoener Lookout am Lake Windabout (tatsaechlich sehr windig und vor allem sehr warm windig, nein: heiss windig). Da haben wir genaechtigt, nach ueber 600 KM Fahrt, groesstenteils auf unbefestigen Strassen, die aber groesstenteils nicht so schlimm waren wie erwartet. Es war noch schwueler als in der Nacht davor und es gab noch mehr Fliegen - aber dafuer ein noch schoenerer Sonnenuntergang. Und abends zog wieder ein Gewitter irgendwo am Horizont entlang. Zusaetzlich zur Hitze stoerten jedoch auch die zahlreichen LKWs (fiese, lange Road Trains!!!), die den Lookout ebenso als Uebernachtungsmoeglichkeit nutzten, den Schlaf.

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Der Schlafplatz morgens (friedlich stimmungsvoll kurz vor vor der Fliegen- und Sonnenattacke):

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Wer jetzt ob der Wegbeschreibung komplett verwirrt ist, nimmt einfach eine halbwegs gute Australien-Karte zur Hand und schlaegt die Orte nach. Wer keinen Bock darauf hat, wovon wir ausgehen, hat wenigstens ein paar Fotos und eine wilde Geschichten gelesen. Eh auch nicht schlecht, oder? Und das echte Outback machen wir ein anderes Mal, im Winter ist es da besser. Und das wird dann eine andere Geschichte. Eine viel verwegenere auf jeden Fall!

Und bevor es mit der Geschichte weitergeht, die davon erzaehlen wird, wie wir uns von unserem Wuesten-Abenteuer erholt haben, hat Margit im folgenden Eintrag eine Kleinigkeit fuer euch vorbereitet. Etwas, dass nach der staubigen Outback-Fahrt gerade richtig kommt.

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Posted by NoUturners 18:56 Archived in Australia Comments (6)

Side Note: Zum Valentinstag oder fuer alle die dachten, ...

... in Australien gibt's nur Wueste

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Hier spricht eure Margit. Wie bereits von Christian angekuendigt, bekommt ihr vor der Fortsetzung unserer Reisegeschichte ein wenig Ausgleich zum Outback-Abenteuer.

Zum Anlass des heutigen "Alle schenken Blumen und keiner weiss warum"-Tages moechte ich mich auch mit einem kleinen Blumen-Beitrag am Geschehen beteiligen. Zu Beginn unseres Australien-Aufenthaltes erhielt ich viele ueberraschte Meldungen aus dem verschneiten Oesterreich ob der ueppigen Vegetation auf diesem Kontintent. Einige unserer Leserschaft dachten wohl, es gaebe hier nur roten Sand und Krokodile. Zu den Krokodilen kann ich nicht Stellung nehmen, allerdings zum roten Sandvorkommen. Ja, diesen gibt es, allerdings aber auch noch vieles mehr.

Folgende Erscheinungen habe ich ausschliesslich in "wilder" Umgebung entdeckt:

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Zugegeben - die ueppige und vor allem gruene Vegetation, beschraenkt sich lediglich auf einige Teile Australiens (vor allem in Kuestennaehe). Weiter im Landesinneren erspaeht man (im Sommer) nur noch Bluehendes in dieser Variante - allen Oesterreichern bestens bekannt: die Balkonblumen.

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Und da meine Mama Bluehendes in jeder Variante so liebt, widme ich ihr diesen Eintrag - quasi als Ansporn. Sie hat, um unseren Blog lesen und in diesem selbstaendig navigieren zu koennen, den Kampf mit dem Computer und vor allem mit der Maus aufgenommen - und wird wohl bald ihr eigenes Buero fordern. Sie ist also nun computerfit - aber wie schaut's eigentlich mit Christians Mama aus?

Das war ein virtueller Valentinsgruß an euch, liebe Leserschaft. Im naechsten Eintrag geht die Reise auch schon wieder weiter. Da werdet ihr lesen, warum wir nach der wilden Fahrt durch das suedliche Outback auf der Eyre Peninsula gelandet und nicht, wie geplant, gleich nach Western Australia weitergefahren sind. Und davon wird euch, wie auch bisher, wieder Christian erzaehlen.

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Posted by NoUturners 19:45 Archived in Australia Tagged women Comments (4)

Eyre Peninsula (feat. Lincoln National Park)

Port Augusta - Port Gibbon - Port Lincoln - Lincoln National Park - Port Lincoln - Elliston - Perlubie Beach, all in South Australia, AUSTRALIA

sunny 30 °C
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Ihr wisst trotz der Valentinstagsablenkung noch, wo wir stehen geblieben waren? Richtig, im Outback oder besser gesagt wieder am Weg aus jenem retour. Es ging auf dem Stuart Highway zurueck nach Port Augusta. Wir hatten Glueck, es hatte zwar noch immer die gleiche hohe Luftfeuchtigkeit aber "nur" noch 39 Grad! Auf dem Eyre Highway fuhren wir Richtung Wetsen (fuer alle Geographie-Muffel: links!) Richtung Gawler Ranges National Park. In Kimba (ein kleiner Ort kurz davor) angekommen, hat uns eine sehr froehliche junge Dame in der Touristeninfo aufgeklaert, dass der Park wegen "Animal Control" (Pruefungsfrage fuer alle Bloglesenden: Wisst ihr noch was das bedeutet?) den Rest der Woche geschlossen hatte. Nun war guter Rat teuer. Schnell in unserem schlauen Campingbuch nachgeschlagen und schon war ein Platzerl etwas weiter suedlich direkt am Strand gefunden - irgendwo zwischen Cowell und Port Gibbon auf der Eyre Peninsula. Nicht geplant und aus der Not heraus geboren, aber ein feines Stueck Land. Das Wetter war schoen, es war nix los und wir freuten uns schon auf ein wenig erfrischenden Wind an der Kueste.

Den Platz haben wir nicht gleich gefunden, also eigentlich haben wir ihn bis heute nicht entdeckt. Das Campingbuch ist teilweise schon ueberholt, nicht immer stimmen die Angaben, vor allem bei den kleinen Plaetzen. Aber wir haben eine wunderschoene Bucht gefunden. Alleine nur fuer uns! Je ein "West End" aus unserer Vorratskiste geköpft und schon haben wir den Abend inklusive senationellem Sonnenuntergang, Meeresrauschen und vor allem einer kuehlenden Brise (ohne, dass es kalt wurde, gerade richtig eben) genossen.

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Der Vollstaendigkeit halber: Erst ab 18 Jahren. Fragt uns nicht, wie diese tote Schlange in das Gebuesch kam. Suizid?

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Am naechsten Morgen gings weiter Richtung Sueden. Nachdem wir den Umweg schon mal eingeschlagen hatten und auch wieder endlich irgendwo mehr als eine Nacht bleiben wollten, haben wir beschlossen, den an der Suedspitze der Eyre Peninsula liegenden Lincoln National Park zu besuchen. Preisfrage an die Leserschaft: Wie heisst der Highway, der da hinfuehrt? Ist nicht so schwer.

Bevor man in den Nationalpark kommt, landet man automatisch im belebten und sehr schoenen Staedtchen "Port Lincoln". Nach einigen Organisationseinheiten wie Tanken, Einkaufen, Internet und Trinkwasserbesorgung (Generalschluessel fuer die Wasserhaehne im Park kriegt man gratis an der Touristeninfo, wussten wir nicht. Wieder was dazugelernt!) fuhren wir Richtung Nationalpark. Das Wetter spielte alle Stueckerln und der Campground, den wir uns schliesslich ausgesucht haben (Fisherman's Point), war kaum zu ueberbieten. Fast alleine (nur ein weiterer Camper stand irgendwo ganz weit weg von uns) mit Blick auf eine Bucht mit Sandstrand und Natur pur. Da hat sich die Park Entry Fee und die geringe Uebernachtungsgebuehr (kontrolliert eh nie jemand, dennoch: wir sind ja ehrliche Leute) schon bei der Einfahrt gelohnt.

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Birdlife wohin das Auge auch blickte - also wo sind die (Meeres)Ornithologen unter euch?

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Ja, auch Fishlife und Musselslife:

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Und ein Herz im seichten Wasser, als haette es auf uns zwei Verliebten gewartet:

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Und ein bisserl froehlich waren wir auch und fuer nix zu bloed darfst du dir bei so vielen Endorphinen sowieso nicht sein:

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Abends kam ein Kaenguruh (ein ziemlich grosses) des Weges gehoppelt. Es wollte eigentlich an uns vorbei, hat sich aber vom Licht der Headlamp anziehen lassen und kam bis zum Auto gehupft. Wir waren grade beim Abwaschen des Geschirrs. Nachdem wir es nicht fuettern wollten und sonst auch nichts anzufangen wussten, haben wir es verscheucht. Margit fand es anfangs niedlich, als es einen Meter von ihr entfernt war, nicht mehr so. Also habe ich den Superhelden gemacht und es souveraen und aeusserst heldenhaft verjagt. Es kam spaeter nochmals vorbei und wieder musste Clark Kent eingreifen. Danach hatte die beuteltierische Neugierde ein Ende und es suchte das Weite. Naechtens habe ich es nochmals hupfen gehoert, oder ich habe das nur getraeumt. Bis zu unserer Abreise ward es jedenfalls nicht mehr gesehen. Ich haette mich doch rasieren sollen, das arme Ding hat sich sicher gefuerchtet vor mir.

Noch etwas ist in der Nacht passiert: Es hatte zu regnen begonnen und (jetzt kommts!) bis zum Nachmittag des Folgetages bis auf kurze Pausen auch nicht mehr aufgehoert. Beinahe schon fachmaennisch habe ich fuer das Fruehstueck schnell die Plane (eine andere, die blaue welchige ist nicht mehr ganz so wasserdicht) montiert und wir haben das Essen schnellstens verzehrt. Wirklich gemuetlich wars da nicht, der Regen wurde staerker und der staubige Boden so richtig gatschig. Also haben wir uns ins Auto verzogen und Karten gespielt. Der Ottakringer Vorstadtjunge hat dabei das Ruprechtshofener Landei souveraen vorgefuehrt (das einzige Bummerl im fuenften Durchgang konnte ich gut verschmerzen).

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(Rechts frisches Trinkwasser. Links naturtrueber Apfelsaft? Nein, gesammeltes Regenwasser!)

Aber der Regen hatte bald ein Einsehen mit uns. Es wurde besser, aber der Gatsch blieb. Bei einem tollen Sonnenuntergang haben wir uns schliesslich zu Bett begeben.

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Am naechsten Tag gings nach einigen Besorgungen in Port Lincoln die Eyre Peninsula auf der westlichen Seite nordwaerts (links auffe). Und zwar auf den Flinders Highway.

Eigentlich nur als Pinkelpause gedacht, aber schoen wars hier auf dem namenlosen Lookout (und Margit hat eine kleine Ueberraschung gefunden):

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Uebernachtet wurde am Perlubie Beach nahe der Smoky Bay. Die Fliegen hatten nur einen dezenten Auftritt und es gab einen tollen Sonnenuntergang.

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Ein Traktor im Sand, der aussieht wie Schnee. Ist aber keiner (also kein Schnee, ein Traktor schon)!

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Zur Erklaerung: Der Traktor wurde nicht zum Verrosten abgestellt sondern morgens (wir waren Zeugen!) als Transport fuer die kleinen Fischerboote, die das durch die Ebbe weit zurueckgegangene Wasser mit normalen Autos nicht errreichen koennen (Auch nicht mit 4WDs. Also das naechste Mal wird es ein Traktor, da kommen wir ueberall hin!).

Morgens kurz nach dem wach werden: Margit und ihr weisser Schokohase (die Ueberraschung vom Tag davor) kuschelnd unterm Schlafsack.

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Danach sind wir aufgebrochen und eine lange und beschwerliche Fahrt lag vor uns. Die beruehmte "Nullarbor" lag vor uns. 1500 km mehr oder weniger nur geradeaus. Links und rechts der Strasse ausser nix: gar nix! Warum uns trotzdem nicht langweilig wurde, erfahrt ihr beim naechsten Mal.

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Posted by NoUturners 20:22 Archived in Australia Comments (4)

You're At Home, Baby!

Ceduna, South Australia - Eucla - Mandura Pass - Norseman - Peak Charles National Park, all in Western Australia, AUSTRALIA

sunny 34 °C
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Gleich mal vorweg: Worauf sich der Titel bezieht, ergibt sich aus dem folgenden Bericht. Aber wenn ich schon dabei bin, eine Info fuer alle, die daheim FM4 hoeren. Es gibt hier einen aehnlichen Sender, nennt sich "Triple J" und spielt unserer Meinung nach noch bessere Musik und hat noch witzigere, weil lockerere Programminhalte. Nur Wetterbericht haben sie in die Nachrichten keinen integriert. Das ist manchmal durchaus entscheidend, wenn man mal wo abgelegen, quasi "offroad", sein Quartier aufschlaegt.

Wie auch immer, vom Perlubie Beach haben wir uns bald verabschiedet. Es ging auf dem Flinders Highway Richtung Ceduna, also wieder zurueck auf den Eyre Highway. Auch Margit hat das Gruessen schon perfekt intus und es gefaellt ihr:

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Wir sind also den Eyre Highway, auch "The Nullarbor" genannt (schlecht ins Englische abgeleitetes Latein für "no trees"), entlang gefahren. Eine Strecke von Ceduna im Osten (in South Australia liegend) bis Norseman im Westen (in Western Australia), ueber 1500 km verlaufend. Das ganze haben wir in zwei Tagen, mit nur einer Uebernachtung, bewaeltigt. Warum so hastig? Die Strecke ist ganz einfach sterbenslangweilig, mehr als pragmatische Zwischenstopps zahlen sich hier nicht aus. Warum? Es gibt auf dieser Fahrt durchs Nirgendwo nichts zu sehen, was man nicht aus dem Auto auch sehen kann. Also koennen Fahrzeit und Beobachtungszeit zusammengelegt werden, was eine enorm grosse Zeitersparnis ergibt. Eine wilde Geschichte wird es daher nicht geben (ausser das auf diesem Abschnitt viele kaputte Reifen und noch mehr "kaputte" Tiere den Seitenrand zieren. Mehr als durchs Outback zum Beispiel, zumindest jener Teil, den wir befahren haben). Ein paar Fotos koennen wir euch von dieser Fahrt dennoch liefern.

Ein kurzer Stopp an einem Lookout. Schoen aber viele Fliegen und sonst rundherum nix, gar nix:

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Zumindest einen Hauch Wildlife: Ein Dingo. Ein seltenes Exemplar, ein schwarzer! (Luca, ein Video gibts zuhause, extra fuer dich!)

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Sonst wars langweilig...

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...freundlich gegruesst wurde dennoch weiterhin:

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Und schliesslich kam fuer unsere Scarlett, unser sensationelles Auto, der lang ersehnte Hoehepunkt der Reise. Wir ueberquerten die Grenze zu Western Australia, da wo sie herkommt und wohin sie uns bisher so verlaesslich getragen hat. "You're At Home Baby", kam mir schliesslich spontan von den Lippen!

Wer allerdings glaubt, der Grenzuebertritt ist eine leichte Sache, der irrt. Es gibt tatsaechlich mittendrin auf dieser Strecke eine Grenzstation. Die kontrolliert aber keine Paesse oder fluechtige Kriminelle sondern die strengen Quarantaene-Vorschriften. Das Obst, das wir noch essen konnten, haben wir getilgt. Ein halber Zwiebel, eine fast volle Honigflasche, ein paar Aepfel und eine Birne haben es nicht mehr in unseren Verdauungstrack geschafft. Eben diese fanden den Weg in den Mistkuebel. Ob der Beamte aus eben diesem den Abfall zum eigenen Verzehr wieder rausgefischt hat wissen wir nicht. In Eucla, ein "Ort" gleich nach der Grenze, haben wir den wohl hoechsten Preis fuer einen Liter Benzin getankt: 173 Cents. Wenn man muss, muss man halt (aufs Klo auch, aber beim Tanken gilt das ebenso). Hat in Oesterreich jeder Ort zumindest einen Wirten und eine Kirche, hat in Australien jeder Ort zumindest eine Tankstelle, einen Caravanpark und irgendeine Einrichtung, die eine Alkohollizenz besitzt. Das ist grundsätzlich ausreichend fuer brauchbare australische Lebensqualitaet.

Die Zeitumstellung ist auch so eine Sache. Aber dazu spaeter, ihr habt euch nach den langweiligen Einführungsworten wieder ein paar Fotos verdient. Uebernachtet haben wir am Madura Pass Lookout. Nettes Platzerl, allerdings gleich neben dem Highway. Aber so fuehlt man sich der australischen Natur ganz besonders verbunden: Road Trains und endlos lange Highways!

Wie auch immer, ein paar Eindruecke von der Schlafstelle:

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Morgens habe ich meine frisch gewaschenen Flip-Flops vom Baum geholt:

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Und der erste Blick in den Morgenhimmel sah aus wie der Blick in eine afrikanische Steppenlandschaft:

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Und Margits kleiner Osterhase war immer noch mit von der Partie (aber nimma lang, soviel verrate ich jetzt schon):

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Der zweite Tag war nicht viel spannender als der erste Tag. Aber er hat auch gleich mit Wildlife begonnen. Herbert, ein Adler nur fuer dich fotografiert. Das musst du dir vorstellen: Quietschende Reifen, staubiger Strassenrand. Margit hirscht aus dem Auto, Adler fliegt weg (die koennen das gut). Warten, auf der Lauer liegen. Und er ist tatsächlich wiedergekommen und sass kurz Modell fuer uns. Also lieber Herbert, geniesse die beiden Fotos. Wir haben uns sehr darum bemueht!

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Sonst zieren den Highway viele Tierkadaver, zerfetzte Reifen, unzaehlige einsame Raststationen, viele Autowracks...

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...und laaaaaange Strassen. Darunter die beruehmte "90 Mile Straight", eine 146 Kilometer lange Strasse, die nur gerade aus geht. Die laengste in Australien. Wirklich spannend ist das nicht, denn langweilig ist es davor und danach auch. Es geht halt ein Stueckerl nur gerade. Man muss sich schon einreden, dass das jetzt was ganz Besonderes ist.

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Der Beifahrer wird derweil zum Kuenstler:

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Ach ja, Margit gruesst immer noch:

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Und manchmal ist Baustelle und da sieht man auch wieder Menschen und dann darf man ausnahmsweise auch mal rechts fahren (man ist dankbar fuer jede Abwechslung):

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Zwischendurch ein paar Dinge, die uns so generell aufgefallen sind: Viele Leute haben Pick-Ups und davon sehr viele einen oder mehrere Hunde auf der Ladeflaeche mit (also ueberhaupt in Australien, nicht nur auf dieser Strecke). Die brauchen sich bequemerweise keine Sorgen zu machen, den Hund bei Hitze im Auto zu vergessen - er sitzt ja eh im Freien. Die Baeume in South Australia und auch in Western Australia sind wesentlich kleiner. Das ist beim Campen gut, weil man sich keine Sorgen zu machen braucht, ob nicht irgendwann ein grosses Stueck Ast runterkommt, unter dem man steht. In Victoria und New South Wales und deren gewaltigen Red Gum Trees wusste man das nie so genau.

So, kurz vor dem Ende waren wir noch einmal tanken, in Balladonia. Diesmal viel guenstiger, "nur" 168 Cents der Liter. Ein Schnaeppchen quasi.

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Viele Road Trains. Calle, die folgenden Fotos sind nur dir gewidmet!

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Es ging weiter. Nur noch 200 km nach Norseman (der erste richtige Ort nach 1500 km). Kurz nach Norseman haben wir noch genaechtigt. Im Peak Charles National Park. Wunderschoen abgelegen, keine Menschenseel weit und breit, einfach traumhaft. Aber leider viel zu viele Fliegen. Margit hat auf diesem wilden Ritt auf unbefestiger Strasse zwei Lizards gekillt und fuehrt in der internen Wertung des Fauna-Abschusses mit 2:1.

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Geschnapst haben wir auch wieder und Margit hat gewonnen. Das soll ich allen Bloglesern noch ausrichten hat sie gemeint! Also ich persoenlich finde das jetzt gar nicht so wichtig.

Und wie es danach weiterging, erfahrt ihr beim naechsten Mal. Hinweis: Wir haben in der Tat einiges erlebt. Und auch das mit der Zeitumstellung muss ich euch nochmals erklaeren, das ist alles nicht so einfach hier.

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Posted by NoUturners 19:39 Archived in Australia Comments (5)

Cape Le Grand Nationalpark (es ging rund!)

Esperance - Cape Le Grand National Park - Membinup Beach - Esperance, all in Western Australia, AUSTRALIA

35 °C
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Bevor ich mit dem naechsten wilden und verwegenen Bericht beginne, nochmals zur Erklaerung was es mit der Zeitumstellung auf sich hat. Also Australien hat drei Zeitzonen: Eastern, Central und Western Time. Klingt einfach, ist es auch. Aber es gibt halt Ausnahmen. Manche kennt man, manche nicht. Wenn man in den Bundesstaat Western Australia kommt, muessen die Uhren um 90 Minuten verstellt werden.

ABER (und jetzt passen bitte alle genau auf!): Die ersten paar hundert Kilometer (ganz genau wissen wir es nicht) sind es nur 45 Minuten, nach weiteren paar hundert Kilometern sind es nochmals 45 Minuten. Erst jetzt ist die Uhrzeit komplett umgestellt. Das ist aber eh wurscht, weil man das ja eh alles durchfaehrt und Handy- sowie Radioempfang hat man auch keinen. Die Uhrzeit ist dir also eigentlich eh voellig egal. Fein, das hat ja gut geklappt. Bis wir in Esperance angekommen sind. Da haben wir erfahren, dass es noch gefinkelter kommt: Western Australia hat als einziger Bundesstaat keine Sommerzeit. Also muessen die Uhren nochmals um eine Stunde zurueckgestellt werden. Das sind also 150 Minuten Zeitdifferenz zur Central Time. Und nur noch 7 Stunden zu euch Lieben, die ihr in der Heimat mit uns fiebert und ohne uns friert.

Und weil ihr alle so schoen geduldig meinem Zeitzonenvortrag gelauscht habt, gibt es jetzt nur eine kurze Einfuehrung in unser naechstes Ziel. Ueber das nette Staedtchen Esperance an der Suedkueste Western Australias fuhren wir in den Cape Le Grand National Park, Heimat des wohl beruehmtesten und schoensten Strands - zumindest in Western Australia. Dieser ist auch an Wochentagen ausserhalb der Ferienzeit leider ueberfuellt. Wir haben auf beiden Campingplaetzen (Le Grand Beach und Lucky Beach) keinen Platz gefunden...

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... aber schon die Park Entry Fee bezahlt und ausserdem nicht gewusst, wo wir sonst hinfahren sollten. Also haben wir uns, so wie ein zweiter Camper neben uns auch, in die Coach Parking Zone (also der Parkplatz fuer grosse Busse) gestellt. Am Horizont wurde es bereits schwarz.

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Dennoch haben wir noch einen kurzen Abstecher zum traumhaften Lucky Beach gemacht...

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...und spontan ein Foto-Shooting mit ein paar zutraulichen Kaenguruhs eingeschoben:

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Ab in etwa 7 Uhr abends hat fuer die naechsten 12 Stunden ein Gewitter losgelegt, das wir so noch nicht erlebt hatten. Eigentlich waren es viele verschiedene Gewitter. Es hat die ganze Nacht durchgeblitzt, nur Regen gab es so gut wie gar keinen. Auch gedonnert hat es nicht oft. Falls aber doch, dann gleich ordentlich. Bloederweise standen wir unter dem einzigen grossen Baum in der naeheren Umgebung. Und der Teufel schlaeft ja bekanntlich nicht. Aber nix ist passiert, der Baum blieb heil und wir somit ebenso. Der Herr Faraday hat sein Versprechen gehalten und uns im Autoinneren sicher durch die Nacht gebracht. Morgens, als sich die dunkeln, boesen Wolken verzogen hatten, waren wir deshalb sehr entspannt.

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Der danach vorbeikommende Ranger hat die Campinggebuehr abkassiert und uns versichert, dass es aufklaren und der vor uns liegende Tag wunderschoen werden wuerde. Wir haben ihm geglaubt und und der Ranger sollte Recht behalten. Wir sind den Rest des Tages geblieben und haben den wohl besten Beach Day unserer Reise, wenn nicht sogar unseres Lebens, erlebt.

Der Lucky Beach...

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... und wir:

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Bei so einer Kulisse ist man automatisch gerne Model:

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Und ab ins kalte aber erfrischende Wasser:

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Jungs, fuer euch. Sonnige Gruesse nach Wien!!!

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Danach gings zurueck zu unserem Auto, die Weiterreise stand an. Aber es kam alles ganz anders. Keine hundert Meter von unserem Auto entfernt hat ein Stueck Wald im Nationalpark gebrannt. Zunaechst hat man nur kleinere qualmende Rauchwolken gesehen, die sehr schnell immer groesser wurden. Gluecklicherweise kam der Wind vom Meer und bliess den ganzen Brand landeinwaerts, also weg vom Strand, vom Campground und somit auch weg von uns.

Zwei Feuerwehrautos waren rasch vor Ort, nur loeschen konnten sie nicht, da das Gelaende nicht befahrbar war. Nachdem auch die Loeschflugzeuge nicht kommen konnten, wurden Traktoren gerufen, die den Feuerwehrautos vorwalzen sollten. Derweil wurde das Feuer immer groesser, die anwesenden Verantwortlichen jedoch wurden immer entspannter. Der Brand stellte offensichtlich keine unmittelbare Gefahr dar. So konnten wir wenigsten gut beobachten. Wolfi, diese Fotos hat Margit unter Einsatz ihres Lebens nur fuer dich geschossen:

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Das Feuer ist uebrigens durch einen Blitzschlag in der Nacht entstanden, hat uns der Ranger schliesslich aufgeklaert! Die dadurch entstandene Glut wurde durch den Wind untertags aufgewirbelt und hat schliesslich den Brand verursacht. Na ja, da stand unser grosser Baum gar nicht so weit weg davon. Glueck gehabt! Uebrigens, das "Brand aus" haben wir nicht mehr miterlebt. Die sehr behaebige australische Mentalitaet zeigt offensichtlich auch bei Buschbraenden ihr uebliches Muster. Wir haben im Nachhinein erfahren, dass der Campground einen Tag spaeter doch evakuiert werden musste. Da waren wir jedoch schon ganz woanders unterwegs. Auch hier gilt also: Glueck gehabt!

Weiter gings auf den Membinup Beach, nicht weit weg vom Cape Le Grand National Park. Das letzte Stueck war eine 4WD-Strecke, die wir sehr gerne angenommen haben. Auf dem Weg dahin habe ich wieder einen Vogel gekillt. Ich weiss leider nicht welcher es war, aber er ist mir wieder direkt vors Auto geflogen. Diesmal etwas tiefer direkt unter die Motorhaube. Im Rueckspiegel konnte ich nur noch das Aufwirbeln von Federn beobachten. Das hatte etwas Comicartiges an sich. Jedenfalls steht es nun zwischen Margit und mir 2:2 in der internen Fauna-Abschussliste.

Zurueck zum Camp. Ein schoens, ruhiges Stueck Land. Buschcamping mit Strandzugang. Das alles natuerlich wieder kostenlos! Und endlich wieder zwei Naechte zum Ausspannen und Waesche waschen, lesen und nichts tun.

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Bitte wir warens nicht, die Baeume standen schon vorher so!

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Nachdem es nicht sicher war, ob es naechtens regnen wuerde, hat Margit die Fahrerkabine zur Waeschetrocknerkammer umfunktioniert:

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Apropos Roadkill: Insekten zaehlen zwar nicht, haben wir aber auch immer wieder auf der Abschussliste:

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Und schliesslich mussten wir nochmals eine Runde durch den 4WD-Spielgarten drehen:

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Danach sind wir nach Esperance zurueckgekehrt (es war mittlerweile heiiiiissssss!!!!) und von da weiter Richtung Westen aufgebrochen. Angeblich ist ja weniger los je weiter man in den Westen kommt. Das koennen wir zwar nicht bestaetigen, dennoch findet man durchaus auch ruhige Übernachtungsplaetze - wenn es sein muss auch illegale. Mehr dazu beim naechsten Mal.

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Posted by NoUturners 20:39 Archived in Australia Comments (8)

Go West (beachwaerts)!

Quagie Beach - Two People's Bay - Albany - Cosy Corner Beach, all in Western Australia, AUSTRALIA

overcast 23 °C
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Ja, es ist sehr lange her, dass wir uns gemeldet haben. Und ja, uns gehts immer noch praechtig. Deshalb legen wir gleich los. Nur kurz eine Stundenwiederholung fuer alle, die nicht mitgelernt haben: Zuletzt haben wir uns aus Esperance gemeldet, an der Suedkueste Western Australias. Von da weg gings westwaerts, immer der Kueste entlang. Die erste Naechtigung hatten wir am Quagi Beach. Es war doch einiges los, auch wenn die Ferienzeit vorbei, kein Wochenende war und in Western Australia angeblich kaum Leute rumrennen. Also hier rannten sie schon (na ja nicht rannten, aber sie waren da). Es herrschte Traumwetter, abends ein Strandspaziergang und morgens, bevor es wieder losging, hatten wir noch ein Schwaetzchen mit einem australischen Ehepaar mittleren Alters, die uns einige Tipps zu Perth und Fremantle gegeben haben - da wo unsere Australien-Reise ihr Ende nehmen wird.

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Auch die australische Fauna und Flora, wenn auch nicht sehr spektakulaer, war wieder präsent.

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Und das letzte West End wurde gekoepft - ein sehr wehmuetiger Abschied:

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Apropos wehmuetig: Margits antikes Schuhwerk, das sich bereits im Flinders Ranges Nationalpark von selbst zerlegt hatte (wir berichteten), wurde zu Grabe (=Mistkuebel) getragen. Ohne Trauerflor, wir hatten nichts dergleichen mit.

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Ueber Nacht hat sich der sternenklare Himmel in eine Wolkenlandschaft verwandelt. Leider, leider. Aber es war immer noch sehr warm. So gings also Richtung Albany. Eine relativ lange Strecke, beinahe 400 km zum naechsten Freecamp, wieder an der Kueste gelegen. Am Weg dahin Faszinierendes aus der Tierwelt. Der fliegende Adler (bereits in einer frueheren Folge - auf einem Baum trohnend - vorgestellt):

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Und auch ein Vertreter aus der von mir so "geliebten" Hundewelt. Aber ein ganz ein lieber, brav hat er gewartet bis er sogar mein Herz erweichen konnte und ich ihn mit Wurst gefuettert habe. Und das alles spielte sich auf einer Raststation in einem winzigen Ort auf halbem Weg von Esperance nach Albany ab:

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Recht spaet abends sind wir in der "Two People's Bay" angekommen. Ein wirklich uriger und witziger Platz in einer Bucht, in der eine Menge alter Wellblechbarracken standen (die frueher mal zu irgendwas gut waren, schaetzen wir mal). Das gab eine laessige Uebernachtungsmoeglichkeit ab. Auch hier war es relativ gut belegt, trotzdem war immer noch ausreichend Platz vorhanden. Es war ja gross genug hier:

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Und immer noch haben wir uns lieb!

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Wieder so ein Vogel (wo sind die Ornithologen?):

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Und wenn wir schon beim Wildlife sind: Margit hat einen Lori gekillt (sich auch im Flug befindend) und fuehrt nun in der Abschuss-Wertung mit 3:2.

Den ganzen naechsten Tag haben wir in Albany verbracht. Einen Buchladen haben wir gestuermt und in einem aussergewoehnlich gemuetlichen Internet-Café haben wir ein wenig Zeit verbracht.

Abends hat Margit nach Hause telefoniert. Ja, Mama, Margit telefoniert regelmaessig mit ihrer Mama. Jungs machen so was nicht! Ich hab dich troztdem lieb! Dickes Bussi nach Wien! So, ich bin abgedriftet. Apropos "abgedriftet": Waehrend Margit telefoniert hat, hab ich mich um die so wichtige Vitaminzufuhr gekuemmert und im Bottle Shop einen guten westaustralischen Tropfen vom Roten fuer den Abend besorgt. Und nochmals apropos, naemlich "Abend", den haben wir nur ein wenig ausserhalb von Albany am Cosy Corner Beach verbracht. Und zwar sehr verwegen. Es ist naemlich so: Erlaubt ist das Campen nur im oestlichen Teil, im westlichen nicht. Aber genau da sind wir schliesslich gestanden (weil im oestlichen Teil alles voll war - somit Teil 3 der Saga "In Western Australia sind wenige Leute - haha, guter Witz").

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So richtig schoen war das Wetter noch immer nicht. Aber mein Sonnenschein ist ja immer bei mir:

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Und daruber, dass die Sonne wieder rauskam und die Temperaturen nochmals kraeftig angezogen haben sowie die Baeume nicht nur groesser sondern so richtig maechtig wurden, koennt ihr demnaechst nachlesen. Wo? Na hier natuerlich, wo sonst?

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Posted by NoUturners 00:11 Archived in Australia Comments (1)

Walpole Nationalpark: Finally Bigger Trees Again

Walpole National Park - Mount Frankland National Park - Walpole National Park - Manjimup - Green's Island, all in Western Australia, AUSTRALIA

sunny 30 °C
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So, nix mit kleinen Baeumen in Western Australia. Es gibt eh grosse welchige auch, man muss nur ein bisserl Richtung Westen fahren, z.B. in den Regenwald im Walpole Nationalpark. Da gibts sogar sensationell hohe Baeume.

Im Valley of the Giants der Ancient Tree Walk:

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Der Giant Tingle Tree, uebrigens eine gute Moeglichkeit fuer dynamische Schnappschuesse:

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Ein komisch verdrehter Baum...

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...und der Circular Pool (wo wir auch gleich ein Picknick veranstaltet haben):

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Ein kleiner suesser Vogel lief da auch rum:

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Und abschliessend, bevor es zum Camp fuer die Uebernachtung ging, der sehr kurze Aufstieg auf den Mount Frankland - mit mehr als lohnendem Blick:

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Uebrigens, da oben sass in einem Turm ein Ranger, der so einen wunderbaren Ueberblick ueber das gesamte Gebiet hat und Feuer sehr rasch orten kann. Es herrschte naemlich ab diesem Tag für laengere Zeit Total Fire Ban ("No Fires lit in the Open" wie die Australier das auch nennen).

Uebernachtet haben wir am Centre Road Camp, wunderschoen gelegen an einem Fluss, tief im Wald drinnen. Am naechsten Morgen auf alle Faelle einen Spaziergang wert:

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Und am naechsten Tag wurde es tatsaechlich wunderschoen und taeglich immer ein Stueckchen heisser. Wir sind ueber Manjinup zum Green's Island Camp gefahren. Auf dem Weg dahin wieder lagen ein paar witzige Touristenattraktionen wie zum Beispiel die 4 Aces Trees.

Sieht davor stehend wie einer aus...

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...sind aber vier:

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Danach der angesprochene Green's Island Camp. Traumhaft, wirklich traumhaft.

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Nur: Den ganzen Nachmittag Gewehrschuesse vom Nachbargrundstueck (vielleicht gabs abends Kaenguruhfillets?) und tausende Fliegen-Bremser-Monsterviecher. Liebe Entomologen, was ist das fuer eine Gattung?

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Am nächsten Morgen vor dem Aufbruch wurden von Margit die Postkarten deswegen in Wintermontur geschrieben (bei 30 Grad im Schatten - super!)

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Dennoch gab es fuer mich die schoenste Ueberraschung auf diesem Platz: Das Comeback des Kookaburra, abends wie morgens! Und es wurde noch heisser und noch schoener - mehr dazu in der naechsten Geschichte.

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Posted by NoUturners 01:07 Archived in Australia Comments (2)

Cape Leeuwin-Naturaliste Nationalpark

Cape Leeuwin-Naturaliste National Park - Prevelly Beach - Margaret River - Rapids Conservation Park - Yallingup Beach - Dunsborough - Busselton, all in Western Australia, AUSTRALIA

sunny 36 °C
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Nach dem kurzen Abstecher von der Kueste ins Landesinnere (ihr wisst ja: zu den grossen Baeumen!) gings wieder zurueck an die Kueste, und zwar in den Cape Leeuwin-Naturaliste Nationalpark. Wunderschoen gelegen, und endlich wirklich wenige Leute, traumhaft einsame Straende, Badevergnuegen und echte Killer-Wellen! Aber alles der Reihe nach.

Wir haben am "Conto Beach Camp" (Campground "Whistler Way") unser Auto unter Schatten spendenden Baeumen geparkt. Es wurde heisser und heisser. Aber es ging ein angenehmer Wind.

Unser Platz:

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Unser Strand (Conto Beach):

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Unsere dreckigen Fuesse (repraesentiert durch meine, damit es echt schlimm aussieht):

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Margit beim Spanisch lernen:

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Am ersten Tag sind wir Richtung Conto Beach spaziert - aber noch nicht ganz runtergegangen:

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Am Rueckweg sind uns zwei Riesenkaenguruhs quasi ueber den Weg gelaufen. So grosse haben wir noch nie gesehen. Leider waren die aber sehr scheu und sie sind noch vor der Kamerazueckung abgetaucht (nicht ins Meer sondern ins Gebuesch!) Wenn ich schon bei der Fauna bin: Der Vollstaendigkeit halber ein Magpie (gibt's in Australian naemlich auch an jeder Ecke), eine Elster quasi:

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Und trotz Alkoholverbots und Total Fire Ban haben wir ein gekochtes Abendessen mit zwei Glaserln (eigentlich Becherln) Wein verbracht. Wir sind so dermassen verwegene Gesetzeslose, a Wahnsinn!

Beim Fruehstueck am naechsten Tag schlugen unsere Herzen hoeher. Unser so verehrter Koockaburra beehrte uns ueber eine Stunde lang und thronte (alledings gelaechterlos) nur einen Meter auf einem Ast ueber uns.

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Am Nachmittag war es soweit. Im Gegensatz zum Vortag sind wir nun wirklich zum Conto Beach hinuterspaziert. Ein Badespektakel erster Guete. Es war sauheiss, das Wasser jedoch erfrischend kalt. Perfekt! Bitte einfach geniessen (fuer die, die das jetzt auch wirklich schaffen nach diesem europaeischen Winter):

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Nach der Abkuehlung der beschwerliche Aufstieg:

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Ein paar Scherzkekse haben die zugegebenermassen uebertriebene "Tafelitis" der Australier durch den Kakao gezogen:

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Am naechsten Tag (ja, es wurde noch heisser, das Thermometer kletterte so gegen 35 Grad) sind wir zum Prevelly Beach, ein Surferparadies, aufgebrochen. Die Wellen waren stark, aber noch nicht so richtig hoch und dramatisch. Aber immerhin fuer ein paar Fotosessions gut:

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In Margaret River, der Quasi-Hauptstadt der suedwestaustralischen Weinregion, hingen Schuhe diesmal nicht auf einem Baum sondern auf einer Hochspannungsleitung. Weiss jemand, was es damit auf sich hat?

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Das war aber auch schon das Spektakulaerste an diesem ueberteuerten und versnobbten Provinzstaedtchen. Abends sind wir zum Campen in den Rapids Conservation Park auf den Canebrake Pool Camp gefahren. Am Weg dahin haben wir einen Vogel Strauss gesichtet (ja, Luca, wieder mit Video, das dauert aber noch etwas). Der lebt hier jedoch nicht wirklich "in echt" und war wohl nur "zu Gast" auf einer Farm (um irgendwann im Kochtopf zu landen?):

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Ach ja, der Uebernachtungsplatz wurde mit Bier eingeweiht. Angenehm erfrischend!

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Und wieder hat uns der Koockaburra abends wie morgens mit seinem Gelaechter erfreut. Aber auch andere bunte Voegel gabs wieder. Wer findet ihn (Tipp: er ist gruen!)?

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Margit lernt nun immer oefter spanisch, bald ist es ja soweit:

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Am naechsten Morgen sind wir wieder zur Kueste aufgebrochen, genauer gesagt zum Yallingup Beach. Diesmal grosse Wellen und viele Surfer. Faszinierend, was die hier leisten. Die wirklich guten Fotos hat Margit mit ihrer Profi-Kamera gemacht. Die folgenden Fotos sind nur der Versuch, in etwa abzubilden, was sich da abgespielt hat. Fotobetrachungsanleitung: Die schwarzen Dinger sind keine Pinguine sondern eben die Surfer:

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Und auch die Temperatur legte nochmals ein wenig zu, auf 40 Grad fehlte nicht mehr sehr viel. Wie Wolken aussehen, hatten wir bereits komplett vergessen. Ueber Dunsborough (wo wir in einem Park direkt beim Strand ein nettes Picknick veranstaltet haben) gings via Busselton auf zum naeachsten Camp. Und dieser war der bisherige Hoehepunkt der Reise. Mehr dazu im naechsten Bericht.

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Posted by NoUturners 01:28 Archived in Australia Comments (4)

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